Lesen sie, wie alles am 11.01.2020 begann, welche Einschätzungen und Versprechungen gemacht worden sind,
wie der Lockdown kam und sich die Welt verändert hat. Eine Zeitreise in die Coronawelt.










Corona MPK 04.03.2021 Altes Neues und Undurchsichtiges

Weltweit 115 Mill. Infektionen Deutschland 2.472.000 erreicht mit 71.073 Toten

Infektionsraten: USA 28.8 Mio, Indien 11 Mio, Brasilien 10.7 Mio, Russland 4.2 Mio. EU: Frankreich 3.8  Mio, Spanien 3.1 Mio, Italien 3 Mio. England 4.2 Mio. 2.5 Mio. Todesfälle weltweit. Türkei Argentinien Kolumbien Mexiko über 2 Million 22 Länder über 1 Million.

Copyright Zahlenmaterial: Johns Hopkins University & Medicine Coronavirus Resource Center

Deutschland – Zahlen am 03.03.2021  3.10 Uhr                               7 Tage Inzidenz für Deutschland 64

Gesamtinfektionen: 2.460.030  / + 9019 zum Vortag      Todesfälle 70.881 / + 418 zum Vortag

Hochrisikolandkreise:                                  Hof                                                       261,9

Weiden i.d.Oberpfalz                   201,2     Wunsiedel i. Fichtelgebirge       323,4

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Mit Spannung erwartet, das Ergebnis der gestrigen heutigen MPK zwischen Merkel und den Ministerpräsidenten. Und weil diesmal alles gründlich und langfristig geplant wurde, hat es auch etwas länger gedauert. Die Presse, also auch ich, wurden erst gegen 23.35 Uhr informiert, die Konferenz ging bis 0.28 Uhr heute morgen. Hier die teilweisen Ergebnisse:

Frau Merkel redet von einer intensiven wichtigen Debatte mit harten Verhandlungen. Eine neue Pandemiephase hat begonnen. In den letzten Monaten haben wir große Erfolge geleistet, wir haben trotz der Mutationen im Vergleich zur EU niedrige Zahlen. Wir sind weiter als vor einem Jahr. Und haben 2 Helfer an der Seite: Impf- und Teststoffe. Aufgrund des begrenzten Impfvorrates sollen die Abstände zwischen der 1. und 2. Impfung maximal ausgedehnt werden , d.h. bei Biontech 42 Tage, bei Moderna 12 Wochen, um möglichst viele impfen zu können. Astra Zeneca werde in Kürze auch für unter 65 jährige freigegeben. Impfleerlauf soll zukünftig vermieden werden, ab Ende März sollen auch Hausärzte impfen.

In Sachen Schnell-/Selbsttests gibt es gute Tagesergebnisse. Ab 8. März soll es pro Bürger pro Woche einen gratis Test geben. Testzentren sollen vor Ort sein. Für Schulen und Kitas sind ausreichend Tests vorhanden. Es soll auch Tests für Arbeitgeber geben, die damit Arbeitnehmer testen können. Alles soll freiwillig sein. Der Test soll auch eine Möglichkeit sein, um danach für 12 oder 24 Stunden z.B. mit der Bestätigung / einem Zertifikat an einer Veranstaltung teilnehmen zu können, ins Kino gehen zu können oder anderes.

In Sachen Öffnungen gibt es ab 8. März 2 Regelungen, für Inzidenz unter und über 50. 5 Öffnungsschritte sind es insgesamt. Wenn z.B. die Inzidenz sinkt kommt nach 14 Tagen automatisch der nächste Öffnungsschritt. Steigt der Wert z.B. 3 Tage aufeinander auf über 100, dann gilt der vorherige Schritt ab dem übernächsten Tag, Maßnahmen wie vor dem 8. März.

Der Einzelhandel darf unter 50 öffnen, über 50 mit eingeschränkter Fläche Klick & Meet. Ebenso Museen, Zoos und Galerien. Wenn der Wert die nächsten 14 Tage stabil bleibt oder sinkt, darf ab 22. März die Aussengastronomie wieder öffnen, bei unter 50 Wert ganz normal, über 50 mit Terminbuchung. (Anmerkung: Danach habe ich mich in Sachen Öffnungsregeln ausgeklinkt, weil das Ganze völlig undurchsichtig ist wann wer was wie machen darf unter welchen Voraussetzungen. Dazu hat Frau Merkel nicht ausgeschlossen, das es wieder in einzelnen Bundesländern leichte Abweichungen geben kann). Angeblich sollte der Beschluß und eine Übersichtskarte zum besseren Verständnis der Lockdownregeln auf der Internetseite der Bundesregierung stehen, bis heute morgen 2 Uhr war das aber nicht der Fall.

Der Home Office soll bis zum 30.04. weiter gelten. Es soll bundesweit eine einheitliche elektronische Kontaktnachverfolgung eingerichtet werden für Gastronomie und Bereiche, wo das nötig ist. Wie das installiert wird, wer das macht usw. ist offen. Sollten in Landkreisen die Inzidenz unter 35 fallen, dürfen sich wieder 1 Haushalt + 2 zusätzliche Haushalte treffen. Sie will Schritt für Schritt das normale Leben zurückgewinnen. Mit „ normal „ meint sie sicherlich nicht Verweilverbote oder Joggen mit Maske.

Im übrigen redet sie von mehreren Millionen Tests, die derzeit zur Verfügung stehen. Iss ja toll, ab Montag hat jeder Bürger 1 Test pro Woche frei, dazu kommen die laufenden Tests in Krankenhäusern, Altenheimen usw. Da braucht Sie eben mal 50 Millionen Tests / Woche, gering geschätzt, wir haben ja über 80 Millionen Einwohner. Dazu sollen die Arbeitgeber damit ausgestattet werden. Bis wann denn ? Öffnungen ab Montag, Testlieferungen dann ab April oder was ? Da merkt man gleich, Druck von der Wirtschaft macht viel aus, wie schnell der Wind dreht. Vor 2 Wochen noch schlechtgeredet, heute alles toll und schön.

Einen ganz tollen Erklärungsversuch startet dann Herr Müller, Bürgermeister Berlin. Es wären da so Zahlen im Umlauf, das Millionen Dosen Impfmaterial rumlägen und nicht verimpft würden. Das wäre falsch. Zum einen halten die Bundesländer Impfdosen zurück für Zeiten, wenn die Lieferungen ausbleiben, damit weiter geimpft werden kann. Er vermute das die Zahlen bereits in Umlauf kommen wenn der LKW das Werktor verlassen würde. Dann wären diese aber noch nicht zum Impfen verfügbar. Seine Aussage steht allerdings im krassen Gegensatz zu der im SWR Duell vom 1.3. gemachten Aussagen von Herrn Kretschmann Die Grünen und Frau Eisenmann CDU. Frage des Moderators, ob es stimme das der größte Teil des Impfstoffs von AstraZeneca ungenutzt im Kühlschrank liegen würde, Antwort von Kretschmann: Bei uns läuft es jetzt richtig an, die Nachfrage ist auf einmal gestiegen und wird da auch abgerufen. Moderator: Die Vorräte sind jetzt bereit  abgerufen zu werden ? Kretschmann: Die werden jetzt richtig verimpft, Gott sei Dank. Moderator: Und die Kühlschränke werden leerer und leerer ? Frau Eisenmann schaltet sich ein: So sollte es sein, bisher lagen sie so war die Rückmeldung aus Impfzentren wie Blei in den Regalen aber das war ein Fehler. Die Leute hatten Sorgen aber dann muß man kommunizieren und die Bedenken ausräumen.

Ach, wie kann Frau Eisenmann denn Bedenken ausräumen, wenn sie gar keine Ahnung über den Impfstoff hat ? Und Herr Müller kann natürlich nicht ahnen, das ein Journalist dummerweise die SWR Sendung gesehen hat, er offensichtlich nicht.






Corona News 03.03.2021 Lockdownende oder was geht

Sonst nehme ich ja nix vorweg aber für die heutigen Nachrichten Merkel und Ministerpräsidenten prognostiziere ich: Lockdown ab Montag für alle weg mit den üblichen Einschränkungen AHA OHO und HAHA – Regeln.

Beginnen möchte ich heute, weil dort das Jammern und der Druck der auf die Politik am größten ist, mit dem Einzelhandel, und zwar dem, der ja seit Montag noch nicht öffnen durfte. Dabei hat ein Konsortium führender Einzelhandelsgruppen doch ein wasserdichtes nagelneues Top – Konzept Herrn Altmaier zur Verfügung gestellt, das sofortige Öffnung wieder möglich macht. Bevor ich das Konzept vorstelle, frage ich mich, wieso sofortige Öffnung möglich ist ? Muß nicht jeder Einzelhändler, auch der am Konzept gar nicht beteiligt war, erst einmal davon Kenntnis bekommen, Möglichkeiten der Umsetzung schaffen und das umsetzen; wenn es denn so supertoll ist, kann das doch nicht so einfach sein. Doch, ist es.

Aber eben nicht supertoll, noch nicht einmal toll. Einfach altbacken wie die letzten Konzepte. Der sogenannte 7 – Punkte – Plan, der mir von einer Handelskette zur Verfügung gestellt wurde, nennt sich Selbstverpflichtung des Handels – 7 Punkte Hygienekonzept. Unter Punkt 1 Zugang regulieren sollen die Kundenzahlen und Einlasskontrollen dafür sorgen, das das Geschäft nicht zu voll wird. Hatten wir schon, soundsoviele Kunden pro qm, nix neues. Punkt 2 Reinigen und Desinfizieren beschreibt Nutzung Desinfektionsmittel an kritischen Flächen, besonderer Kassenschutz wie Scheibe und regelmäßiges Lüften. Hatten wir schon; Lüften erfolgt wie eh und je:

Eine Lüftungsanlage läuft in großen Läden, wo keine Tür offenstehen kann. Wie immer. Punkt 3 Abstand einhalten. Gemeint sind Mindestabstände und Markierungen am Boden z.B. zur Kasse. Abstandsmarkierungen in Wartebereichen. Alles schon dagewesen, letzteres wurde in gerade großen Läden wegen vieler Wartebereiche nicht umgesetzt. Punkt 4 Übertragungswege eindämmen beschreibt die Pflicht zum Tragen einer Maske, Nutzung von Masken und Einweghandschuhen bei Mitarbeitern, Kundenmaskenangebot und kontaktloses Zahlen. Hatten wir alles schon, ich glaube kaum das kleine Geschäfte kontaktloses Zahlen für viel Geld einrichten wenn sie es nicht schon haben. Punkt 5 Mitarbeiter organisieren beschreibt eine Erfassung von Neuinfektionen, Kontaktnachverfolgung und Quarantäne schon bei Verdacht und keine gemeinsame Pausen. Dieser Punkt ist in der Umsetzung besonders interessant. Wie will der Einzelhändler erfahren, ob jemand infiziert ist ? Wer macht die Kontaktnachverfolgung ? Der Arbeitgeber ? Wie denn ?

Und das Beste: Keine gemeinsamen Pausen. Genau. Das muß mir mal jemand erklären. Ein Arbeitgeber mit üblicherweise EINEM Raucher- und Nichtraucherpausenraum und sagen wir mal 50 Angestellten soll in jedem Raum nur 1 Person sitzen haben ? Wie soll das denn gehen ? Bekommen die Hälfte der Mitarbeiter womöglich gar keine Pausen ? Diese Umsetzung schaue ich mir genau an. Punkt 6 Bewußtsein stärken soll bei Kunden in Sachen Hygienemaßnahmen und bei Mitarbeitern in Sachen Schulung und Hygienemaßnahmen durchgeführt werden.

Alter Hut, ist doch seit März letzten Jahres so. Letzter Punkt, dann haben sie es überlebt, Punkt 7 Umsetzung sicherstellen heisst Hausrecht ausüben, Dokumentationen führen und regelmäßig checken ob alles klappt. Wenn man sich diese Regeln auferlegt, ist es natürlich selbstverständlich, das es gnadenlos umgesetzt wird. Warum sonst diese Regeln ? Fassen wir mal zusammen: Ausser viel heisser Luft von wegen tolles neues sicheres Konzept nix gewesen. Punkt 8. Alles bleibt wie gehabt.

Nicht nur der Einzelhandel hat sich Gedanken gemacht, wie man schnell zu Öffnungen zurückkehren kann. Auch die Veranstaltungsbranche war nicht untätig und hat gleich 20 Wissenschaftler/Experten und dazu rund 40 Kultur- und Sportinstitutionen aufgerufen, ein neues Öffnungsstrategiepapier zu entwickeln, damit auch hier in Kürze wieder Öffnungen mit Zuschauern passieren können. Das Papier hat dann nicht nur 1 knappe A4 Seite wie beim Handel, sondern immerhin rund 22 Seiten. Eine kurze Durchsicht des Papiers, das mir freundlicherweise von einem Veranstalter zur Verfügung gestellt wurde, zeigt, das hier wirklich neue Ergebnisse vorliegen und ein neues gestrafftes Konzept gegenüber alten Unterlagen vorliegt, zeigt, das es auch anders geht.

Natürlich werden auch hier teilweise frühere Konzepte aufgegriffen aber mit neuen Erkenntnissen kombiniert und wie soll ich sagen: verfeinert. Schließlich war ja nicht alles schlecht was im Jahr 2020 umgesetzt wurde, aber eine Entwicklung der Ideen muß nach einem Jahr Corona einfach sichtbar sein. Das ist es hier. Wer sich bemüht und sich wirklich Gedanken macht, sollte auch belohnt werden. Zumindest wenn das Ganze plausibel und sicher klingt. Zu den Veranstaltungsstätten, die sich an der Restart – Strategie beteiligt haben, gehören die Verti Music Hall, Quarterback Immobilien Arena, die Mercedes-Benz Arena, Barclaycard Arena, Max-Schmeling-Halle, Olympiapark München , Lanxess Arena und die SAP Arena.

Die dritte große Branche ist das Hotel- und Gaststättengewerbe. Auch hier begründeterweise der Ruf nach Öffnungen. Aber hier zeigt sich wenig Eigeninitiative. Anstatt ein neues überarbeitetes Konzept vorzulegen und damit Flagge zu zeigen, Forderungen an die Regierung auf schnelle Öffnungsszenarien, der Anspruch darauf würde bestehen. Ein Anspruch besteht gar nicht solange di Gefahr der Infektionen in diesem Gewerbe nicht sicher unterbunden wird. Gerade in diesen sensiblen Bereichen ist die Ansteckungsgefahr oft größer als in anderen Branchen wie öffentlichen Veranstaltungen an frischer Luft, wo Ansteckungsmöglichkeiten bei Abstand fast unmöglich sind.

Viel interessanter für die Bürger, zumindest für die, die sich ernsthaft mit Corona befassen und in der glücklichen Lage sind, noch keine Ansteckung gehabt zu haben, das man sich natürlich jetzt noch mehr vorsehen muß und alle Maßnahmen einhalten muß, denn die Mutationen machen nach neuesten Erkenntnissen inzwischen rund 30 % der Neuinfizierungen aus, und damit nicht genug. Die Ansteckung ist 3x größer als bei der Grundvariante, und das, was Herr Prof. Streeck im Januar 2021 geglaubt hat, ist auch nicht eingetreten: Mutationen würden bei höherer Ansteckung einen milderen Verlauf haben. Inzwischen wissen wir, die Mutation, welche auch immer, es kommen ja laufend welche dazu, ist ansteckender UND hat dazu teilweise noch einen schwereren Verlauf. Dazu kommt, das angeblich Genesene teilweise monatelang mit Nachfolgen wie Leistungsabfall, Lufteinschränkung und anderen körperlichen Problemen zu tun haben, die manchmal auch chronisch bleiben. Dazu kommt das trotz Impfungen Infizierungen erfolgt sind, egal aus welchem Grund. Und wie lange die unterschiedlichen Impfungen überhaupt Schutz bieten, ist auch nicht bekannt. Ich finde das keine rosige Aussicht und die jetzt angestrebten millionenfachen Schnelltests: Die erfolgen doch sowieso nicht flächendeckend. Was nützt es, wenn 5 Firmen an einem Ort diese einsetzen, 10 nicht ?

Wieder erreicht mich eine Info über ein Mittel, da gegen Corona helfen soll. Und es hat nix mit Impfen zu tun. Wie wir ja inzwischen gehört haben, soll nunmehr selbst einfaches Gurgeln mit desinfizierenden Mitteln die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung mit Corona drastisch senken, da die Viren im oberen Halsbereich die Infektion und „ Übernahme „ des menschlichen Körpers starten und dann nach unten Richtung Lunge wandern. Wenn es so einfach wäre, frage ich mich warum nicht statt Masken in den Apotheken Gurgelmittel in Litermengen ausgegeben werden. Aber manche müssen einfach im TV oder sonstwo präsent werden, damit sie auch was gesagt haben. Klingt simpel und einfach: Die Marinomed Biotech AG hat ein Nasenspray entwickelt, das nicht nur gegen bekannte Atemwegserkrankungen, sondern auch gegen Corvid wirksam sein soll. Eine erste Studie habe belegt, das Nasensprays mit Carragelose® zur Prävention einer Ansteckung extrem gut geeignet sind, die Ansteckungswahrscheinlichkeit würde um etwa 80 % gesenkt. Bereits im Dezember 2020 soll es von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene für die Allgemeinbevölkerung empfohlen worden sein. Habe ich zwar nix von gehört, aber das ist doch was. Im übrigen wird ein solches Nasenspray beispielweise von der Firma SIGMAPHARM in Wien mit dem Namen Coldamaris plus oder Coldamaris pro hergestellt und ist auf dem deutschen Markt verfügbar.

Zum Thema Impfen noch ein paar kurze Anmerkungen. Man fragt sich inzwischen doch, warum eigentlich damals Kommissionen eingesetzt worden sind, die STIKO und die EU bemüht worden sind, in langwierigen Diskussionsrunden einen Impfplan nach Bedürftigkeit zu erstellen, wo dann gleich mal die Bundesregierung ohne Absprache zuerst die Flüchtlinge vorgezogen hat. Dann folgten Lehrer und Erzieher, dann die Polizisten die an Demos teilnehmen. Inzwischen ist die Liste eigentlich Makulatur und kann in die Tonne getreten werden, keiner weiß mehr wann er dran ist. Und wer sich nicht laut meldet, rutscht leider immer weiter ab. So ist das in Deutschland. Dann schieben sich noch ein paar Politiker und Beamte dazwischen, mal so, weil ja sonst Impfstoff entsorgt werden müsse. Und überall liege ja insbesondere AstraZeneca Impfstoff herum, weil die Leute nicht zum Impfen kommen. Entschuldigung, wenn Personen nicht zum Impftermin erscheinen, kann man doch kurzfristig neue Personen aus anderen Wichtigkeitskategorien einladen um keinen Leerlauf zu haben. Die Listen liegen doch vor. Wie lange wird eigentlich gewartet, bis einer seinen Impfplatz verwirkt ? Null Organisation scheint es hier zu geben, das passt zu den chaotischen Impfbestellungen.

Zum Thema Beschaffung von Hygiene-/Desinfektionsmittel, Masken und Co. hatte ja der Bundestag letzte Woche beschlossen, das jeder Bürger mit Grundsicherung einmalig 150 Euro Extrazahlung vom Staat bekommen soll. Dagegen hatte Der Paritätische Gesamtverband Berlin Stellung bezogen und sich auf eine Umfrage berufen, das die Mehrheit der Bevölkerung dies für zu gering halten würde, es müsse monatlich 100 Euro mehr sein, dazu eine Regelsatzerhöhung auf 600 Euro. Ich hatte den Verband daraufhin angeschrieben und um Erläuterung dieser massiven Zuzahlungen gebeten. Ich schreibe dieses Thema extra, weil der Verband nicht geantwortet hat, obwohl es doch so wichtig sei. Vielleicht gibt es aber auch nur ein Problem, diese Forderung vernünftig zu begründen. Denn in der Überschrift der Pressemitteilung heisst es, das die Umfrage zu Lebenshaltungskosten Kritik an der Höhe der Grundsicherung ausgelöst habe. Ist richtig, aber Lebenshaltungskosten haben nix mit Corona Hygiene-/Desinfektionsmittel, Masken und Co. zu tun.

Zum Schluß noch einige News aus der Schmunzelecke. In Düsseldorf gibt es inzwischen sogenannte Verweilverbote auf Parkbanken oder das Rumstehen. Gehen und Laufen ist erlaubt, joggen auch, aber bitte mit Maske. Stadtdirektor Hintzsche spricht von einer ernsthaften Lage in der Stadt. Das finde ich auch, die Lage ist ernst, Corona dringt inzwischen in Bereiche des Körpers beim Menschen vor, die es noch nie vorher gesehen und beeinflusst hat. Da muß man mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und Maßnahmen gegen vorgehen.

Am besten hat mir die Aktion Friseuröffnung gefallen. Da machen manche Friseure schon um 0.01 Uhr die Läden auf, es könnte ja sein, das zu wenig Kunden da sind, die die Haare geschnitten bekommen wollen. Und uupps, rein zufällig steht auch noch ein Kamerateam bereit, die ersten Kunden zu interviewen. Weltbewegende Szenen und Dramen spielen sich ab. Innen und aussen. Und die Showveranstaltung ist dem TV Sender auch noch Sendeminuten wert. Deutschland öffnet Friseure, und 150 Länder der Welt schauen zu. Hauptsache den Mitarbeitern wird auch eine 100% Zulage wegen Nachtarbeit gewährt und die Nachtöffnung wurde beim Gewerbeaufsichtsamt angemeldet. Ich wiederhole mich gerne: Corona dringt inzwischen in Bereiche des Körpers beim Menschen vor, die es noch nie vorher gesehen und beeinflusst hat.





Corona News 01.03.2021 Stichwort Grundbräsigkeit

Weltweit 114 Mill. Infektionen Deutschland 2.450.000 erreicht mit 70.109 Toten

Infektionsraten: USA 28.6 Mio, Indien 11 Mio, Brasilien 10 Mio, Russland 4 Mio. EU: Frankreich 3.7  Mio, Spanien 3.2 Mio, Italien 2.9 Mio. England 4.2 Mio. 2.5 Mio. Todesfälle weltweit. Türkei Argentinien Kolumbien Mexiko über 2 Million 22 Länder über 1 Million.

Copyright Zahlenmaterial: Johns Hopkins University & Medicine Coronavirus Resource Center

Deutschland – Zahlen am 28.02.2021  3.10 Uhr                               7 Tage Inzidenz für Deutschland 63.8

Gesamtinfektionen: 2.442.336  / + 7890 zum Vortag      Todesfälle 70.045 / + 157 zum Vortag

Hochrisikolandkreise:                                  Tirschenreuth                                  206.8

Weiden i.d.Oberpfalz                   255         Wunsiedel i. Fichtelgebirge       293.2    

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Wenn ich die letzten Tage der Pandemie verfolge, stellt sich das so dar: Durch den Lockdown seit Dezember 2020 sind die Infektionszahlen, der R-Wert, Todesfälle drastisch gesunken, so daß einige Landkreise den angestrebten Wert von 35 oder auch mal darunter erreicht haben. Hier und da sind schon kleine Öffnungen gemacht worden, ab heute sind Friseure wieder geöffnet, in manchen Bundesländern aufgrund des Willens der Ministerpräsidenten oder durch Klagen auch Baumärkte, Musikschulen, Kosmetikstudios, Blumenläden und Gartencenter. Andere demonstrieren für baldige Öffnung oder haben sich ebenfalls mit Klagen zusammengeschlossen. Doch seit immer neuen  Mutationen sind die Werte vielerorts wieder angestiegen und tun dies weiter.

Die Impfungen klemmen, Schnelltests sind abgesagt in Massen, auch sonst alles beim Alten. Die Mehrheit der Bevölkerung will ein Ende der Lockdowns, insbesondere die jungen, aber Corona will irgendwie auch keiner. Gerade wurde bekannt, das mehr als jeder 10. der angeblich gesundeten mit gesundheitlichen Dauerschäden zu tun hat. Also wie soll es weitergehen: Manche reden davon, das hin- und her würde nerven, ja was wollen die denn, nicht aufmachen und den Lockdown verlängern bis irgendwann oder aufmachen und riskieren, das in 1 Monat alles wieder den Bach runtergeht ? Inzwischen wird doch schon in der Szene von der 3. Welle geredet. Ich habe den Eindruck, keiner weiß was genaues, jeder mauschelt mit seinem persönlichen Vorschlag in die vielen Diskussionen, dazu kommen die ganzen bürgerlichen Besserwisser, egal was am Ende rauskommt, irgendwer ist immer nicht zufrieden. Denn wie wir wissen, geöffnete Schulen und Kitas sind schon wieder teilweise geschlossen, eine Voreiligkeit ohne Grenzen.

In diese Richtung geht auch die Sendung Anne Will vom Sonntag, um mit aktuellen Nachrichten zu beginnen. Der Titel trifft es: Die große Ratlosigkeit-gibt es einen Weg aus dem Dauer Lockdown ? Ich möchte nicht die ganze Sendung aufarbeiten, so toll ist die auch nicht, jede Woche das gleiche Gequatsche, aber einige Stimmungen und Meinungen auflisten. Nach dem Kanzleramtschef Braun haben wir Schnelltests seit Oktober 2020. Die Bevölkerung will jetzt das der Lockdown endet.

Frau Will wirft ihm vor, jetzt umzuschwenken weil die Bevölkerung es will, nicht weiß es sein kann. Schließlich sei er immer Vorreiter für Schließungen und Verlängerungen gewesen. Er redet in Sachen Corona App von rund 25 Mio. Anwendern, nachdem ihn Ranga Yogeshwar wegen der enormen Kosten der App und deren eingeschränkten Nutzen angesprochen hat. Stimmt gar nicht, was Herr Braun sagt. Downloader ist nicht die gleiche Zahl wie Nutzer der App. Die ist viel kleiner.

Ranga Yogeshwar redet davon es muß mehr kommen als Abstand und Maske. Den Leuten dauert es zu lange, Lockdown ist irgendwann nicht mehr vermittelbar. Aber sagen was sich konkret ändern soll sagt auch er nicht. Das erinnert mich an Lindner FDP, wir müssen wieder öffnen, redet er immer, aber konkrete Maßnahmen die das unterstützen Fehlanzeige.

In diese Bresche redet auch Frau Leutheusser Schnarrenberger, Tests seien seit April 2020 verfügbar, nicht erst seit Oktober 2020, und wir müssen jetzt wieder öffnen aber mit Konzept. Welches, Frau L.S. ? Sagt auch Sie nicht. Immer das gleiche.

Frau Will redet davon, das bereits Ende März 2020 von einer Austrittsstrategie aus dem Lockdown geredet wurde, heute ständen wir wieder an diesem Punkt, was wissen wir mehr was machen wir anders oder besser ?

Derweil redet Frau Woopen Ethikrat von einem Strategiepapier für die Regierung, das morgen veröffentlicht würde. Viele Leute sind erschöpft können nicht mehr, sind existentiell bedroht, es herrscht Perspektivlosigkeit, Hangelung von Konferenz zu Konferenz. Sie will ein begleitete und beschützte Öffnung. Wie ? Öffnungen nicht an Zeiten und Bereichen (Blumen, Friseur usw.)  binden sondern an Schutzkonzepte, die besser als vorhandene sind. Nur da soll geöffnet werden. Punkte die zählen: Impfstrategie, Schnell- und Selbstteststrategie, Information- und Kommunikationskampagne wie es geht, digitale Plattform: Umfassende tagesgleiche Infektionskettennachverfolgung, machbar für Gesundheitsämter sein, auch für die Nutzer machbar sein, Datenschutz muß erfüllt sein, Datenschutztreuhändler, Fairness. Es muß für alle Menschen in Deutschland machbar sein. Nicht nur Handys, sondern elektronische Armbänder, die für jeden erreichbar sind. Das RKI kann zu 80 % immer noch nicht einschätzen, wo die Infektionen herkommen.

Smudo redet von einer ganz tollen sogenannten Luca – App, die er mitentwickelt hat. Das Team hinter der „luca“-Initiative setzt sich zusammen aus der neXenio GmbH, und einigen Kulturschaffenden wie die Band „Die Fantastischen Vier“. Diese App soll eine Zettelwirtschaft ersetzen und quasi so funktionieren: Sie geben als Nutzer einmalig Ihre Kontaktdaten ein, Name, Anschrift und Tel.Nr. Sie installieren die App. Gehen Sie in ein Restaurant, Veranstaltung, Bus, Kino, oder irgendein öffentliches Gebäude, scannen Sie einen QR – Code, die Daten werden erfasst und verschlüsselt. Wird eine Infektion festgestellt, können die Daten mit den Gesundheitsämtern geteilt werden. Die Bundesregierungs - Corona – App würde nur passiv funktionieren, wurde die App von einer Person nicht installiert oder die Infektion nicht in der App vermerkt, nützt die App nix.

Interessant. Ich verstehe ja, das man in der Live – Sendung mit Millionenpublikum Werbung für ein Produkt, an dem man irgendwie beteiligt ist, machen möchte, und dann noch kostenlos. Aber diese Luca App, die ja sogar Frau Woopen schon mehrfach beworben hat, z.B: bei Markus Lanz und sie auch schon benutzt (ach, wo denn ?) ist noch gar nicht funktionsfähig in der Praxis und hat erst einmal viele Hürden zu nehmen, wann die mal funktioniert, soll das noch 2021 sein oder doch erst nächstes Jahr ? Mal das Gehirn eingeschaltet, erst einmal werden sich viele die App mit Eingabe von persönlichen Daten nicht installieren, dann haben nicht alle ein Handy, was Frau Woopen dann sagt, Armbänder o.ä. sollen für alle verfügbar sein, ach, und wer bezahlt die ? Die Bürger, nicht wahr ?

Machen auch viele nicht, ich auch nicht. Dann müßten die Gesundheitsämter mit der Nutzung programmtechnisch ausgestattet werden, wo sich schon einige geweigert haben, sich dem neuen Programm der Bundesregierung anzuschließen. Und dann müßten überall QR – Codes aufgehängt werden, bei jedem Geschäft, öffentlichen Gebäude, Bus und Bahnen usw. Millionenfach. Das dauert, viele machen da nicht mit usw. Überwachungsstaat China läßt grüßen. Hatten sich doch gerade dagegen ausgesprochen, Firmen und Co. So viele Fragezeichen. Und dann das Wichtigste: Dieses App wurde privat entwickelt. Wenn die Bundesregierung da geldmäßig einsteigt, was kostet das, wer bekommt wieviel Geld, und wer prüft den Quellcode auf Schadsoftware ? Ja, auch das ist in heutigen Tagen ein Thema, wer sichert ab, das die Entwickler keinen Hintertürzugriff auf die Daten haben ? Microsoft und Apple läßt grüßen.

Am besten fand ich die Randbemerkung von Herrn Braun, mit dem ich den Bericht über Anne Will abschließen möchte:  Die Gesundheitsämter sind für Massenschnelltests gut vorbereitet. Ach ja, und warum nicht genug Personal zur Kontaktverfolgung ?

Weitere Nachrichten.  Frau Dreyer, Ministerpräsidentin Rheinland -Pfalz, will Schnelltests an Veranstalter, Gaststätten, Museen, ja quasi an alle Betriebe geben, damit Ansteckungsgefahr bannen und dafür groß öffnen. Was Sie nicht sagt: Woher Sie die Millionen Schnelltests alleine für ihr Bundesland bekommen will, wer das bezahlen soll und wie sie mit der hohen bekannten Fehlerquote bei den Schnelltests umgeht. Eine entsprechendes Vorgehen sieht sie im Frühling und Sommer dieses Jahres. Spahn hatte ja angeregt, selbstnutzbare Schnelltests für 1 Euro abzugeben. Genau, da dieser Test ja quasi jeden Tag neu gemacht werden muß, wer bezahlt das ? Aber Frau Dreyer hat noch mehr merkwürdige Ideen: Ein Shopping ab sofort aber mit Termin. Hä ? Ja, das ist so, man bekommt einen Termin in einem Einzelhhandelsgeschäft mit einem Hausstand, darf dann alleine shoppen, bei Saturn Musik hören, bei C&A Klamotten anprobieren oder im Baumarkt rumgeistern. Und alle sind nur für mich und meine Familie da. Und während der Lüftungspause müssen alle raus, da geht nix. Da schaffen die Läden aber nicht viel Verkäufe am Tag, da ist weitere Schließung günstiger, Frau Dreyer. Ich bin der Ansicht, manche sollten mal ihren Kopf durchlüften.

Eine interessante Nachricht wie ich finde ist der Vorschlag vom Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Insbesondere aufgrund der vielen Nachrichten, die um den Impfstoff AstraZeneca kursieren sollte Frau Merkel ein Zeichen setzen und sich live im Fernsehen mit diesem Impfstoff impfen lassen. Gerade wo doch jetzt plötzlich herauskommt, der Impfstoff sei viel besser

und wirksamer als bisher publiziert. Auch für Ältere. Die STIKO will auch die Empfehlungen für diesen Impfstoff ändern. Angeblich liegen 6-stellige Mengen der Impfdosen von diesem Stoff in Depots versch. Bundesländer ungenutzt. Also wie gesagt, die Idee ist Klasse, doch wer prüft das Frau Merkel dann auch live genau diesen Impfstoff in der Spritze hat und bekommt ? Und das ganze nicht eine Showveranstaltung ist ? Da wäre ich hochskeptisch.

Da Herr Konstantin Kuhle, Bundestagsabgeordneter der FDP im Wahlkreis Göttingen, wo ich nunmal wohne, tätig ist, muß auch er heute mal herhalten. Bei Phoenix „ Unter den Linden „ bemängelt er die Unzuverlässigkeit der Planung der Bundesregierung. Es müsse bis Ende April Mai zuverlässige verbindliche Planungen über Öffnungen geben, das die Bürger und Geschäfte Bescheid wissen. Was er nicht verrät: Wie soll denn irgendjemand diesen Hellseher spielen, wo viele Komponenten dazu fehlen: Wie weit ist das Impfen bis dahin, wie lange hilft das Impfen überhaupt, das machen die Mutationen, wie sind die Infektionswerte usw. ? Man kann ja viel prognostizieren, aber hellsehen kann keiner. Wenn man jetzt sagt, ab April hat alles auf und alles findet statt und ab Mitte März steigen die Mutationen an, dann klappt das eben doch nicht. Genauso verhält es sich mit seiner Kritik, Deutschland habe wieder ohne Abstimmung mit der EU die Grenzen z.B. zu Tschechien zu gemacht bzw. Kontrollen eingeführt. Es müsse immer in Abstimmung mit der EU erfolgen. Ach, was sagt er dann zu Frankreich, die Kontrollen ab heute einführen wollen gegenüber Deutschland, und Dänemark ? Seit wann wird sich komplett in der EU abgesprochen. Thema Impfstoff: Ungarn und auch andere EU Länder haben inzwischen selbst Einkäufe vorgenommen und impfen, weil das mit der EU nicht klappt. Spahn selber hatte ja auch zu Beginn Einkäufe für Deutschland gemacht, die sind nur irgendwie verpufft. Also, WANN hat sich denn die EU mal abgesprochen ? Etwa bei der Aufnahme von 300 Flüchtlingen auf See ? Noch nicht einmal da.

Mein Ausblick auf den 3.3. zur nächsten Ministerpräsidentenkonferenz mit Merkel: Öffnungen auf ganzer Linie, NATÜRLICH mit besonderen Hygienekonzepten und Abstand und Maske und und und. Ich kann den S….s nicht mehr hören, die Teilnehmer könnens auch nicht. Noch am 23. Februar hatte Merkel sich skeptisch gegenüber Öffnungen gezeigt. Jetzt signalisiert Sie über Herrn Braun ihre Zustimmung dazu. Ist ja verständlich: Die Todeszahlen und Infiziertenzahlen steigen auch wieder, da muß man öffnen. Wie sagte es ein Journalist in einer kürzlichen Sendung bei Markus Lanz: Es gibt in der Politik eine gewisse Grundbräsigkeit und Ambitionslosigkeit. Im erstgenannten Fall eher ein Dauerzustand.






Corona News 22.02.2021 Öffnung, Geld und Impfen

Weltweit 111 Mill. Infektionen Deutschland 2.397.000 erreicht mit 67.955 Toten

Infektionsraten: USA 28 Mio, Indien 11 Mio, Brasilien 10 Mio, Russland 4 Mio. EU: Frankreich 3.7  Mio, Spanien 3.1 Mio, Italien 2.8 Mio. England 4.1 Mio. 2.4 Mio. Todesfälle weltweit. Türkei Argentinien Kolumbien Mexiko über 2 Million 21 Länder über 1 Million.

Copyright Zahlenmaterial: Johns Hopkins University & Medicine Coronavirus Resource Center

Deutschland – Zahlen am 22.02.2021  3.10 Uhr                               7 Tage Inzidenz für Deutschland 61

Gesamtinfektionen: 2.390.928  / + 4369 zum Vortag      Todesfälle 67903 / + 62 zum Vortag

Hochrisikolandkreise:                                  Tirschenreuth                                  353.9

Weiden i.d.Oberpfalz                   252.7     Wunsiedel i. Fichtelgebirge       309.7    

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Ab heute die große Freizügigkeit in Israel. Der Staat hat einen grünen Pass eingeführt, der Personen bescheinigt, 2x geimpft worden zu sein. Damit darf derjenige wieder z. B. in Sportstudios gehen, eine kulturelle oder Sportveranstaltung besuchen, auch der Einzelhandel hat wieder offen, obwohl die Infektionszahlen nach wie vor hoch sind. Die Wirtschaft hat die Regierung derart unter Druck gesetzt und damit die Lockerung durchgedrückt. Ob das Ganze Sinn macht und wie sich die Zahlen nun wieder entwickeln, bleibt abzuwarten. Bei jungen Leuten ist jedoch die Impfbereitschaft nicht allzu hoch, jetzt versucht man mit Freigetränken einige zu locken. Kaum zu glauben. Aber eines kommt mir irgendwie bekannt vor: Auch hier in Deutschland wird die Regierung von der Lobby des Einzelhandels unter Druck gesetzt, unterstützt dazu noch von der FDP in Sachen Lindner.

Der hat mit einem geschickten Schachzug die Regierung unter Druck gebracht. Vor dem Ministerpräsidententreffen Anfang Februar hatte er darauf rumgeritten, das Friseure doch wieder öffnen müßten, es gäbe keinen Grund für längere Schließungen, die Hygienekonzepte würden greifen. Nun hat die Regierung eine Friseuröffnung zum 1. März 2021 zugesagt, schon kommt er wieder um die Ecke, diesmal mit Öffnungen des Einzelhandels. Begründung jetzt: Wenn Friseure öffnen könnten, dann auch der Einzelhandel. Er locken dann rigoros ausnutzen. So kennen wir die FDP.

Und wo wir schon beim Impfen sind. Auch hier machen sich immer mehr die Lobbyisten stark. Nachdem ja zu Beginn des Impfens ein Impfplan wohlüberlegt mit den einzelnen Gruppen je nach Bedürftigkeit und Wichtigkeit erstellt wurde, scheint das alles Makulatur zu sein. Erst reden Karliczek von Erziehern und Lehrern, die vorgezogen werden müßten. Jetzt sind es die Zahnärzte, die früher dran kommen sollen. Und andere Gruppen, die später folgen, haben sich einfach mal eben selbst eine Frühimpfung verordnet und sich dann hinterher entschuldigt, da sei irgendwie was falsch gelaufen. Dieses ganze hin- und her zeigt eines: Manche Menschen fühlen sich wichtiger und bedeutsamer als andere.

So auch Herr Spahn, zumindest wenn es um essentielle Fragen um die Impfstoffe geht. Denn inzwischen taucht die Frage auf, wenn jemand einmal z. B. mit Impfstoff A geimpft worden ist, kann er dann eine zweite Impfung von Impfstoff B oder C erhalten ? Nicht nur diese Frage bejaht Herr Spahn, plötzlich wirft er die Frage nach einer eventuell notwendigen 3. Impfung auf, man würde ja noch gar nicht wissen, ob das mal nötig werden würde. Richtig, Herr Spahn, man weiß so gut wie gar nichts, was die Impfstoffe in Sachen Langzeitwirkung angeht, sagen Sie es doch einfach mal so.

Im Grunde genommen sind es alles Versuche, wie lange wirken die Impfstoffe ohne Ansteckungsmöglichkeit, wann muß aufgefrischt werden, welche Langzeitnebenwirkungen treten auf usw. Aber wir wissen ja von anderen Studien, das kann mehrere Jahre dauern, bis hier fundierte Ergebnisse vorliegen. Aber trotz des fehlenden Wissens   - in ca 1 Monat soll der nächste Impfstoff von Johnson & Johnson bereit stehen, das Sortiment wird größer.

Während viele Firmen, Einzelunternehmer und Inhaber um Gelder zum Überleben aufgrund der langen Lockdowns kämpfen, gibt es andere, die machen sich einen Spaß daraus und versuchen mit eigentlich billigen Tricks und Maschen, Gelder vom Staat abzuzocken. Einen besonders dreisten Fall möchte ich mal beispielhaft hier erwähnen. Mitte letzten Jahres fälschte ein erst 19 jähriger, der schon mit Straftaten behaftet war, Personalien und erschlich sich in Neukölln Leistungen mal als Gastronom, mal Soloselbstständiger oder auch ein KFZ Betrieb. Über 60.000 Euro hat er sich so ergaunert, zu seiner Karriere gehören Null Job Null Berufsausbildung, aber bereits Bewährung. Tolle Leistung. Auch in Berlin soll ein 30 jähriger über 200.000 Euro erschlichen haben. Dabei reissen die Meldungen über Gelderschleichungen nicht ab, alleine in Berlin sollen es schon über 5000 Fälle sein. In Niedersachsen waren es bis Ende des Jahres 2020 über 1200.

Dabei geht es z. B. in Niedersachsen insgesamt um knapp 10 Millionen Euro, jetzt sicherlich mehr. Ein Millionengeschäft für Betrüger, die einfach nicht weniger werden. Hier sollte und muß das Gesetz mit aller Härte vorgehen, solche Personen einen Denkzettel verpassen, der sich gewaschen hat. Eine Unverschämtheit und Unverfrorenheit ohnegleichen, die härteste Strafe fordert. Den deutschen Staat oder die Bundesregierung wird das nicht so sehr aufregen, bei den kleinen Summen, hat man nicht jetzt erst wieder im Kampf gegen Corona beim G7 Gipfel 1.5 Milliarden Euro zugesagt. Na bitte, ist doch genügend Kohle da.

Und da das Thema Maskentragen so schön ist, möchte ich an dieser Stelle wieder kurz darauf eingehen. Über die Sinnhaftigkeit zum Pflichttragen in der Öffentlichkeit habe ich ja schon einiges gesagt, Frau Merkel und Herr Spahn könnten mehr dazu sagen, wie albern das ist, aber lassen wir doch mal einen Experten zu Wort kommen. In diesem Falle hatte NTV ein Interview mit Dr. Scheuch am 19.02.2021 geführt.

Herr Dr. Scheuch ist Geschäftsführer der GS Bioinhalation GmbH. Diese beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Bereichen Lungenmedikamente, Aerosolmedizin und Inhalationsprodukte. Herr Dr. Scheuch hat 2015 mit der Installation des Bio Business Parks in Gemünden nicht nur ein neues Konzept entwickelt, sondern (Zitat aus der PR Mitteilung vom 18.05.2015 Bio Business Park): In Gemünden werden in Zukunft nicht nur Inhalationsgeräte entwickelt und vermarktet, sondern der Bio Business Park bietet Räumlichkeiten und Infrastruktur für junge Unternehmen aus Medizintechnik und Biotechnologie (Zitatende). Dazu ist Herr Dr. Scheuch Gründer und jetzt im Aufsichtsrat der Ventaleon GmbH, die sich mit der Entwicklung von inhalativen Behandlungen gegen Virusinfektionen beschäftigt.

Dr. Scheuch ist Biophysiker mit langjähriger Erfahrung unter anderem bei der Aerosolmedizin. Außerdem ist er Regulierungsexperte bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur und Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Beiräte bei Pharmaunternehmen. Seine Einlassung zum Thema Aerosolen und die Ansteckungsmöglichkeiten an frischer Luft beantwortet er so: Nein, es kann garantiert nichts passieren. Ein mögliches Risiko sieht er allenfalls bei sehr engen Kontakten zu infizierten Personen, wenn man denen womöglich gegenübersteht und sich unterhält. Das belege auch eine Studie aus China, bei der 7000 Infektionen nachvollzogen worden seien und nur bei einer wurde eine Ansteckung im Freien belegt. Sollte uns allen doch zu denken geben. Klare Worte.

Und zu den jetzt wieder steigenden Inzidenzzahlen werden die Mutationen ins Spiel gebracht, gar von einer kommenden 3. Welle ist die Rede. Hieß es nicht immer, je höher die Temperaturen, desto inaktiver sei der Virus ? Wieso dann jetzt die 3. Welle ? Damit dürften sich die Öffnungsrufe mancher Einzelhändler, Gastronomie und Sportbetriebe etwas dämpfen, denn wo schon letzte Woche teilweise Zahlen unter 30 /100.000 Einwohner angezeigt worden sind, sind diese jetzt wieder auf über 40 gestiegen. Bleibt abzuwarten, wie die Kurve sich weiter verändert. Und seltsam seltsam, selbst bei fallenden Zahlen letzte Woche in ganz Europa immer härtere Maßnahmen, zumindest in einigen EU Ländern. Warum nur ?

Letzte Woche hatte ich bei der KfW wegen der Prüfung von Zahlungen und Zweckgebundenheit nachgefragt bzw. warum es möglich ist, das Unternehmen das Geld bunkern und offensichtlich gar nicht akut brauchen, wie das denn sein kann.

Eine ausführliche Antwort kam prompt: Ein zentrales Ziel der KfW-Corona-Hilfe ist es, für Unternehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, ungeachtet ihrer Größe oder Branchenzugehörigkeit den Kapitalzugang und damit die wirtschaftliche Aktivität sicherzustellen. Da gerade zu Beginn der Pandemie unabsehbar war, wie stark die damit ausgelöste Krise die Wirtschaft in Deutschland bedroht, wurde die KfW-Corona-Krise so gestaltet, dass Unternehmen nicht allein aufgrund ihrer Größe vom Zugang ausgeschlossen wurde. Da es sich bei der KfW-Corona-Hilfe um öffentliche, vom Bund abgesicherte Mittel handelt, ist die Kreditvergabe an strenge Auflagen gebunden (u.a. Verbot von Gewinn- und Dividendenausschüttungen). Darüber hinaus unterliegt KfW-Corona-Hilfe als staatliche Beihilfe den Bedingungen des befristeten Rahmenwerks der Europäischen Kommission („Temporary Framework“), das die staatlichen Corona-Hilfen in allen EU-Staaten regelt.

Kreditanträge bis 100 Mio. EUR von den durchleitenden kommerziellen Banken geprüft und zugesagt und dann von der KfW refinanziert (bei Krediten >3 nach eigener Risikoprüfung), Kreditvolumina >100 Mio. EUR werden von Bankenkonsortien geprüft, d.h. einer Gruppe von mehreren Banken an denen sich die KfW zu gleichen marküblichen Bedingungen beteiligt. Einzelne Kredite vergibt die KfW direkt im unmittelbaren Auftrag der Bundesregierung auf der Basis des KfW-Gesetzes („Zuweisungsgeschäft“).

Einige, insbesondere größere Unternehmen, haben die KfW-Corona-Hilfe zu Beginn der Krise genutzt, um sich einen Kapitalpuffer zu sichern für den Fall, dass andere Finanzierungskanäle (z.B. der Kapitalmarkt) aufgrund der Krise verschlossen bleiben. In einzelnen Fällen haben Unternehmen dann erfolgreich alternative Finanzierungsquellen erschlossen und den zugesagten Kredit einschließlich der für die Laufzeit angefallenen Zinsen inzwischen zurückgeführt. Der KfW, dem Bund und damit dem Steuerzahler sind dadurch keine Lasten entstanden. Soweit die Ausführungen. Vielen Dank dafür.

Zum Schluß wieder eine Botschaft zum Nachdenken. Von der Bundesregierung. Die hat letzte Woche einen Sonderbeauftragten für die Impfstoffproduktion des Corona Impfstoffs bestellt. Den arbeitsreichen Posten soll Christoph Krupp bekommen, bisher Sprecher des Vorstands der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Da hat er Glück, von dieser Aufgabe wird er für die Dauer seines neuen Jobs freigestellt. Denn schließlich hat er viel zu tun. Ansprechpartner für die Hersteller sein, Lieferketten garantieren und aufrecht erhalten. Boah, wie anstrengend. Das schafft das Bundesgesundheitsministerium nicht ? Da braucht man einen Sonderbeauftragten ? Oder ein wenig Parteiunterstützung  der SPD im Namen Scholz, denn Krupp ist langjähriger Vertrauter und Weggefährte von Scholz. Und wer hat einen Impfbeauftragten ins Gespräch gebracht, den Namen Krupp ins Gespräch gebracht ? Na, wer könnte das sein ? Richtig, Sch…z.






Corona News 18.02.2021 Impfen Impfen Impfen

Weltweit 110 Mill. Infektionen Deutschland 2.362.000 erreicht mit 66.427 Toten

Infektionsraten: USA 27.8 Mio, Indien 10.9 Mio, Brasilien 10 Mio, Russland 4 Mio. EU: Frankreich 3.6  Mio, Spanien 3.1 Mio, Italien 2.7 Mio. England 4.1 Mio. 2.4 Mio. Todesfälle weltweit. Türkei Argentinien Kolumbien Mexiko über 2 Million 21 Länder über 1 Million.

Copyright Zahlenmaterial: Johns Hopkins University & Medicine Coronavirus Resource Center

Heutiges großes Thema: Impfen. Es geht um den neu zugelassenen Impfstoff von AstraZeneca. Nachdem ja schon vor einiger zeit Informationen bekannt worden sind, das dieser Impfstoff angeblich bei über 64 jährigen nur begrenzt wirke, wurde der Impfstoff in der Altersgruppe 18 – 64 Jahre zugelassen. Nun häufen sich in den letzten Tagen und insbesondere heute die Klagen über Problemen gesundheitlicher Art nach der Impfung, die über Kopfschmerzen, Fieber, grippeähnliche Symptome bis hin zu Lähmungserscheinungen reichen. Daraufhin wurden die Impfungen mit diesem Wirkstoff in diversen Einrichtungen erst einmal gestoppt. In Delmenhorst und Braunschweig haben sich jeweils über 30 Mitarbeiter krank gemeldet, auch Feuerwehren, die geimpft wurden, klagen über Ausfälle.

Spahn sieht jetzt seine schöne Impfrechnung und Planung in Gefahr und versucht mit seinen Reden und Stellungnahmen, die aufkommende Impfverweigerung mit diesem Impfstoff zu stoppen, indem er behauptet, alles wäre ja ganz normal. Schnell erfindet er eine neue Wortkreation in diesem Zusammenhang und nennt es Impfreaktion anstatt Nebenwirkungen. Hört sich ja auch viel besser und gesünder ein. Aber damit nicht genug: Er geht inzwischen soweit und redet davon, das das alles ganz normale Impfreaktionen seien und das wären gute Zeichen, das Körperimmunsystem reagiere auf den Impfstoff und stelle sich darauf ein. Und lächelt. Ein wenig Sarkasmus von Herrn Spahn, ich habe noch nie erlebt und gehört, das es ein Zeichen von Gesundheit und positiver Körperreaktion ist, wenn geimpfte Personen so schwach und betroffen sind, das sie noch nicht einmal mehr arbeiten können und sich krank melden müssen. Das scheint nur in der Spahnwelt so zu sein.

Die Reaktion von medizinischen Angestellten und auch anderen Personen, die plötzlich einfach nicht mehr zu ihren anberaumten Impfterminen erscheinen, sind klar begründet, offensichtlich und nachvollziehbar. Und während Herr Spahn seinen Begriff Impfreaktionen durchpeitschen will, lassen sich andere nicht von ihm einwickeln oder einschüchtern: So berichtet die Stiftung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen auf ihrer Webseite von vorübergehenden NEBENWIRKUNGEN wie Schmerzen an der Einstichstelle und Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen oder Muskelschmerzen. Diese seien HÄUFIG zu beobachten, sind aber meist von leichter Natur. Klingt schon ganz anders als Herr Spahn seine Botschaft propagandiert. Weiter schreibt die Stiftung, bei einer Studie der britischen Arzneimittelbehörde MHRA auf Basis 24.000 Personen seien bei sage und schreibe 73 % körperliche Beschwerden wie Erschöpfung, Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Muskelschmerzen aufgetreten. Da kann Herr Spahn mit seiner Aussage über Impfreaktionen gleich einpacken.

Die volle Breitseite bekommt er aber von Eugen Brysch, Vorstand Deutsche Stiftung Patientenschutz. Herr Brysch berichtet auf Welt TV gegen 15.12 Uhr, das man ähnliche Probleme wie jetzt mit Astra Zeneca auch bei Biontech und Moderna gehabt habe. Doch eine Art Schweigegelübde im Januar habe alles unter den Tisch gekehrt. Herr Spahn wolle jetzt schönreden, dazu sei es aber zu spät. Das RKI, Herr Spahn und die STIKO hätten die „ Impfreaktionen „ klein geredet und verschwiegen. Jetzt würde uns das auf die Füße fallen. Man wollte damals die Impfkampagne nicht stören.


Dieses Geschäft ist bald pleite, weil sich nur der Verkäufer darin aufhalten darf - maximal

Das sagt für mich alles. Vielen Dank für die ehrlichen Worte. Zum Schluß zum Thema Impfen noch eine weitere Zahl, bei über 20 % der Neuinfizierten soll es sich inzwischen um die britische Mutation handeln. Für mich auch verwunderlich, das die Zahlen mit der Mutation so extrem steigen, während die Zahl der Neuinfizierungen plötzlich extrem sinken. Apropo fallende Infektionszahlen. Das hindert jedoch nicht daran, das schon wieder 2 Coronaherde bekannt worden sind. Im Zusammenhang mit einer Physiopraxis und in einem anderen Fall mit einer Zeitarbeitsfirma sind wieder hunderte von Personen in Quarantäne gekommen. Die Zahlen sind inzwischen niedrig, die Kontaktketten konnten trotzdem bisher nicht endgültig verfolgt werden. Und als ob wir nicht schon lange genug Corona haben und doch langsam mal die Ansteckungswege klar sein müßten, nein, wenn wir denken alles zu wissen kommen wieder ein paar Experten um die Ecke und haben ganz neue Erkenntnisse. Diesmal ist der Fahrstuhl schuld. Und kaum ist der in aller Experten Munde, da kommt auch schon ein neuer Verdacht auf: Mangelhafte Lüftung in der überwiegenden Zahl der Fahrstühle, dadurch können sich die Aerosole bis zu 30 Minuten lang im Fahrstuhl aufhalten. In dieser Zeit fahren unter Umständen hunderte von Personen mit dieser Kabine. Herzlichen Glückwunsch. Und weil wir ja bald alles wieder aufmachen, die Einzelhändler können es kaum noch erwarten, Coronakranke in den Laden zu lassen, wird noch schnell in Flensburg eine Ausgangssperre verhängt, weil sich dort angeblich die britische Mutation so extrem ausbreitet. Aber nur Spätabends bitte, dann können die Mutanten am Tag in Ruhe einkaufen.

Wieder eine positive Nachricht in Sachen Corona – Testung, die ja bald für jedermann bezahlbar kommen soll, kommt aus Kanada: In einer Pressemitteilung berichtet die XPhyto Therapeutics Corp. aus Vancouver und der exklusive deutsche Entwicklungspartner für Diagnostika, die 3a-diagnostics GmbH, das der Beantragung einer europäischen Zulassung des schnellen Point-of-Care SARS-CoV-2 (COVID-19) RT-PCR Test System ("Covid-ID Lab") nichts mehr im Wege steht. Es wird die ISO 13485-Zulassung als Medizinproduktehersteller bis Ende Februar und die europäische behördliche Zulassung als kommerzielles In-vitro-Diagnostikum (CE-IVD) für Covid-ID Lab bis Anfang März erwartet, also Zeiträume, die recht nah liegen. Dabei sollen die ersten Produktionsmengen Deutschland zugute kommen, der Verkaufsstart soll im April 2021 beginnen.

Zum Schluß möchte ich kurz etwas zu den von der KfW Bank aufgelegten Hilfen für Wirtschaftsunternehmen in Coronazeiten sagen. Betriebe, die wegen der Schließungen durch Corona jammern und von Insolvenz reden gibt es ja viele. Diese können und konnten ja bei der KfW Bank einen Antrag auf Unterstützung stellen. Darunter auch Unternehmen, die Milliardenschwer sind und entsprechende Unterstützung in 3-stelliger Millionenhöhe oder mehr erhalten haben. Das sich so ein Unternehmen jetzt aber hinstellt und der Vorstandsvorsitzende verkündet, man habe das Geld, was man vor 8 Monaten bekommen hat, bisher nicht angefasst und sozusagen gebunkert, kann ich nicht nachvollziehen. Punkt 1 sollten doch die Gelder für Unternehmen sein, die bedürftig sind und ihr Unternehmen mit dem Geld durch die Krise bringen können, ohne insolvent zu gehen. Punkt 2 gibt der Staat doch in diesem Fall kein Geld aus Steuermitteln raus, damit sich Betriebe mit einem  zusätzlichen Finanzpolster ausstatten und womöglich mit dem Geld noch weiteres Geld verdienen, auf Staatskosten und Kosten der Steuerzahler, versteht sich. Da frage ich mich mal wieder wie bei allen Hilfen, die ausgezahlt werden, wer prüft hier nicht und zahlt einfach aus ? Bei Hartz IV Empfängern sieht das bei den popeligen Beträgen natürlich ganz anders aus. Eine Antwort von der KfW aufgrund meiner Anfrage steht noch aus.






Corona News 15.02.2021 Neues Mittel und Gerichtsurteile

Weltweit 109 Mill. Infektionen Deutschland 2.346.000 erreicht mit 65.177 Toten

Infektionsraten: USA 27.6 Mio, Indien 10.9 Mio, Brasilien 9.8 Mio, Russland 4 Mio. EU: Frankreich 3.5  Mio, Spanien 3 Mio, Italien 2.7 Mio. England 4 Mio. 2.4 Mio. Todesfälle weltweit. Türkei Argentinien Kolumbien Mexiko über 2 Million 21 Länder über 1 Million.

Copyright Zahlenmaterial: Johns Hopkins University & Medicine Coronavirus Resource Center

Zuerst einmal muß ich etwas richtig stellen, was in vielen Medien falsch dargestellt wurde. Wie Sie sicherlich gelesen haben, soll ein angebliches Urteil eines Gerichtes in Karlsruhe geurteilt haben, das Hartz IV Empfänger das Recht hätten, das die Jobcenter entweder pro Woche 20 FFP2 Masken zur Verfügung stellen müßten oder 129.- Euro monatlich für dieses Produkt. Das stimmt nicht. Das Urteil wurde von einem Sozialgericht in Karlsruhe gesprochen, dieses Urteil wurde zwar so gesprochen, gilt aber NUR für diese Person, die dieses Urteil erstritten hat. Es hat weder bundesweit, noch in dem Bundesland weitere Wirkung. Das wurde mir auch heute von der Pressestelle der Bundesagentur für Arbeit bestätigt. Das nur zur Richtigstellung zu Medieninformationen, die allesamt von „ muß Hartz IV Empfängern „ in der Mehrzahl sprechen. Trotzdem muß ich dazu sagen, wie kann ein Richter 80 Masken im Monat zusprechen, was soll man denn mit sovielen Masken, und Berechtigte bekommen vom Bund gerade mal einmalig 6 + 6 Masken kostenlos, einmalig. Irgendwo stimmt doch da was nicht.

Thema Impfen. Immer wieder erreichen mich Berichte über Todesfälle, die kurz, unmittelbar oder auch nach einiger Zeit nach Impfmaßnahmen auftreten. Das interessante daran: Es behauptet ja keiner erst einmal, das die Todesfälle im Zusammenhang mit dem Impfen stehen, den Zusammenhang stellen oftmals Behörden her, indem diese Untersuchungen anstellen lassen, ob die Impfung ursächlich für den Todesfall ist. Und bisher gibt es meines Wissens KEINEN Fall, in dem nachgewiesen oder bestätigt wurde, das die Impfung Schuld an dem Tod der betroffenen Person war. Wie schon früher berichtet, was glauben Sie was schreibt der Arzt in den Todesschein, wenn jemand einen Herzschlag bekommt nach einer Impfung: Todesursache Herzschlag steht da drin, von Corona kein Wort, weil der Zusammenhang nicht klar ist. Aktuell habe ich eine Pressemitteilung von der Polizei Göttingen bekommen. Kaum hat in Göttingen das Impfen vor einem Tag, am 13.02.2021 begonnen, gibt es schon einen ersten Todesfall einer 89-jährigen Person. Aufgrund Nachuntersuchungen wurde eine Vorerkrankung als Todesursache diagnostiziert. Und da die Vorerkrankung selbst dem zu Impfenden vorher nicht bekannt war, konnte er diese auch beim Fragebogen nicht angeben. Glaube ich alles, trotzdem behaupte ich, das eine Feststellung eines oder mehrerer Todesfälle, die definitiv durch das Impfen gegen Corona ausgelöst wurde, eine große Verunsicherung in der Bevölkerung auslösen würde, das man, wenn so etwas auftreten würde, die Bekanntgabe lieber verschweigen würde.

Eine gute Nachricht kommt von AstraZeneca in Verbindung mit der Impfstoffherstellung. Der Impfstoffhersteller IDT Biologika wird mit AstraZeneca gemeinsam in Dessau zusätzliche Kapazitäten schaffen zur Impfstoffherstellung gegen Corona. Damit könnten pro Monat mehrere 10 Millionen Dosen Corvid 19 Impfstoff produziert werden, es wird eine der größten Kapazitäten in Europa sein, so die Pressemitteilung. Doch der Wermutstropfen folgt auf dem Fuße: Die Anlagen werden, wenn alles klappt, erst Ende 2022 in Betrieb gehen. Und bis dahin muß und wird wohl Corvid 19 quasi besiegt sein. Etwas spät wie ich finde. Die WHO hat derweil den AstraZeneca Impfstoff heute per Notfallzulassung zugelassen.

Eine ermutigende Nachricht erreicht mich dieser Tage aus China. Wie die Jinan Shengquan Group Share Holding Co. Ltd. mitteilt, ist in Zusammenarbeit mit 2 weiteren Instituten ein Durchbruch in der Corona Bekämpfung gelungen. Lt. Informationen aus einem Bericht der SQ Group heisst es: Das antibakterielle und antivirale SQ Nano-VTS-Gewebe hat offensichtlich eine tödliche Wirkung auf 3 (nämlich SARS-C0V-2, SARS-COV und 229E) der 7 derzeit bekannten Coronaviren. Testdaten bestätigen, dass das Gewebe 100% von SARS-C0V-2 (HRB25-Stamm) inaktivieren kann, weitere Tests belegen, dass die Anzahl von SARS-C0V-2 nach 5 Minuten Kontakt mit dem Stoff um 90% verringert wird, um 99,99% nach 120 Minuten Kontakt. Das klingt gut.

Dann  gab es ja vor einigen Tagen einen Bericht über FFP2 Masken in größerer Stückzahl, die in Stuttgart offenbar fehlerhaft und mit ausreichenden Schutz bieten würden, was bei einer Kontrolle festgestellt worden ist. Ich hatte darüber berichtet. Leider hat sich auf Nachfrage nicht das zuständige Ministerium gemeldet, wie es dazu kommen konnte, ob die Masken ein CE Zeichen hatten und ob die Masken Fälschungen oder unsauber gearbeitete Produkte seien. Kann ich verstehen, denn wenn die Masken, und das müssen sie ja, ein CE Zeichen tragen, würde die Glaubwürdigkeit einer sauberer Zertifizierungen einen Knacks bekommen, insbesondere bei der lokalisierten zertifizierten Stelle.

Inzwischen fruchten auch die Grenzkontrollen zu Tschechien. Während bei den LKW Fahrern die Papiere stimmen aber trotzdem eine kilometerlange Schlange mit bis zu 10 Stunden Wartezeit zeitweise entstanden ist, ist das bei den PKW Fahrten öfters nicht der Fall. Sowohl triftige Reisegründe als auch ein aktueller Test ist bei vielen Fehlanzeige. Wie sagte Herr Alter BMI letzte Woche bei der Bundespressekonferenz: Von ca. 10.000 kontrollierten Fahrzeugen sind rund 50 % abgewiesen worden. Das sagt ja wohl alles. Die LKW Fahrer schimpfen über diese Maßnahmen und die verlorene Zeit und das Warten bei eisiger Kälte, in diesen Coronazeiten und gerade jetzt, wo immer mehr Varianten auftauchen und dazu kommt, das Tschechien sowohl viele Infizierte hat als auch viele Verweigerer der Umsetzung von Maßnahmen, was nicht zuletzt auch die vielen privaten Fahrten unberechtigter PKWs zeigen.

Und wie wir ja wissen, ist das Thema Lockerungen in allen Bereichen jeden Tag auf der politischen Tagesordnung. Obwohl die Öffnungen der Friseurbetriebe am 1. März so gut wie klar sind, gibt es dann trotzdem noch Klagen wie beim OVB Lüneburg, schon jetzt öffnen zu dürfen. Die einen wollen und sollen in Kürze öffnen, spätestens am 8. März wird dann der komplette Einzelhandel folgen und vieles andere mehr, aber Osterurlaub wird es wohl nicht geben. Ja was denn nun ? Dürfen alle raus und sich wieder mit allen treffen oder nicht ?

Zum Schluß noch ein Kommentar zu einer neuen Studie. Die nämlich besagt, daß man viel besser mit viel weniger hohen Zahlen damals im März 2020 durch die Pandemie gekommen wäre, wenn schnell und entschlossen die Grenzen geschlossen worden wären und nicht erst nach 2 Wochen Wartezeit. Lt. der Studie sollen bereits Anfang März 2020 genau so viele lokale Ansteckungen mit dem Virus vorgekommen sein wie dazu aus dem Ausland eingeschleppt worden sind. Und was macht man heute: Jetzt gibt es seit Wochen die Mutationen in den Nachbar – EU Ländern und trotzdem gibt es wieder keine Grenzschließungen, Frau Dreyer redet wieder davon, das wolle man nicht. Dazugelernt hat man nix. Wie immer in der Politik, die sind halt schlauer als Virologen und Co. Lediglich zu Tschechien gibt es Kontrollen. Und er Spruch einer Forscherin, im Nachhinein weiß man immer mehr kann so nicht gelten, wie sich Viren ausbreiten, ist wohl schon Jahrzehnte bekannt – und nicht erst seit gestern.






Corona News 11.02.2021 Coronagipfel und Co.

Weltweit 107 Mill. Infektionen Deutschland 2.311.000 erreicht mit 63.224 Toten

Infektionsraten: USA 27 Mio, Indien 10.9 Mio, Brasilien 9.7 Mio, Russland 4 Mio. EU: Frankreich 3.4  Mio, Spanien 3 Mio, Italien 2.7 Mio. England 4 Mio. 2.3 Mio. Todesfälle weltweit. Türkei Kolumbien Argentinien über 2 Mio. Infektionsfälle. 21 Länder über 1 Mio.

Copyright Zahlenmaterial: Johns Hopkins University & Medicine Coronavirus Resource Center

Vor einigen Stunden ist der sogenannte Coronagipfel, das Treffen der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin zu Ende gegangen, wie es in diesen Coronazeiten weitergeht lesen Sie jetzt. Dazu darf erst einmal gesagt werden, das Frau Merkel sichtlich getroffen war von der Tatsache, das sie sich diesmal nicht durchsetzen konnte mit ihren Forderungen, das betonte sie auch zu Beginn und lobte dabei den Föderalismus. Ebenso traf es Herrn Söder, der sichtlich betroffen war, was ihm später eine Frage eines Journalisten zu seinem „ Schlechtwettergesicht „ einbrachte. Jetzt also zu den Ergebnissen, die wie ich finde so undurchsichtig sind wie nie zuvor. Es gibt so gut wie keine einheitliche Regelungen mehr.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit beschränke ich mich nur auf die Fakten. Die Beschlüsse in Sachen Home Office, Kontaktbeschränkungen, besondere Maskenpflicht, Reisebeschränkungen bleiben erst einmal bis 7. März 2021 gültig. Öffnungen von Betreuungs- und Bildungsbereich können ab sofort in Ländersache und von Bundesland zu Bundesland je nach Lage einzeln entschieden werden und schon ab nächste Woche umgesetzt werden. Friseure dürfen unter Beachtung der Hygiene, Personenanzahl und Reservierung ab 1. März 2021 wieder öffnen. Sofern regionale eine 7- tägige Inzidenz von höchstens 35 Infizierungen / 100.000 Einwohner erreicht wird, darf der Einzelhandel wieder öffnen, wenn dabei zusätzlich pro Kunde 20 qm eingehalten werden.

Dies betrifft auch Museen, Galerien und körpernahe Dienstleistungsbetriebe. In Sachen Kultur, Sport, Freizeit, Gastronomie und Hotels erarbeitet eine Arbeitsgruppe auf Ebene des Chefs des Bundeskanzleramtes und der Staats- und Senatskanzleien eine sichere und gerechte Öffnungsstrategie. Wann diese greifen soll, wurde nicht benannt. Ebenso nicht, wie das Ganze mit dem Einzelhandel auf Länderebene SINNVOLL funktionieren soll. Lt. Frau Merkel und Herr Müller sollen sich benachbarte Länder absprechen, wenn einer vorhat den Einzelhandel zu öffnen, um Shoppinghopping zu vermeiden. Anmerkung: Das sieht dann so aus: Kassel hat eine Inzidenz von 90, Göttingen von 30. Göttingen möchte öffnen und bespricht sich mit Hessen. Hessen darf aber eigentlich gar nicht öffnen weil die Stadt sogar über 50 liegt. Wie geht das Ganze dann aus: Göttingen muß zulassen weil umliegende nicht öffnen können und sonst die Gefahr besteht, das die Kasselaner nach Göttingen zum einkaufen kommen, oder soll Kassel einfach öffnen damit das eben nicht passiert. Meiner Meinung nach großer Käse, der da in Sachen Öffnungen in der Hand eines jeden Bundeslandes, demnächst wird hier und da geöffnet sein und woanders nicht, und der Schrei nach der großen Ungerechtigkeit wird noch größer werden.

Der nächste Unsinn: Länder und Landkreise, die die Schwelle von 50 / 100.000 nicht schaffen, können lokal und regional reagieren. Kennen wir das nicht schon ? Schließung von Fleischindustrien, Flüchtlingsheimen usw. Was hat das damals gebracht ? Nix, weil immer wieder neue Herde entstanden sind, da die Leute umhergewandert sind. Aber man kann´s ja nochmal versuchen, wenn man keine anderen Ideen hat. Für Unternehmer ist seit heute die Beantragung der Überbrückungshilfe III möglich. Anmerkung: Beantragung ja, gerade heute haben sich einige Unternehmen geäußert, das jetzt Anfang Februar gerade mal die Hilfen aus dem ersten Paket für den November 2020 ausgezahlt worden sind.

Zur Digitalisierung der Gesundheitsämter wurde das Programm SORMAS weiterentwickelt das angeblich besseres Management in Sachen Kontaktpersonen und Verfolgung in Sachen Coronainfizierungen bietet. Die Länder werden sicherstellen, das alle Gesundheitsämter diese Software und DEMIS nutzen. Anmerkung: Auch hier gab es in den vergangenen Tagen einige Interviews mit Leitern von Gesundheitsämtern, die sich klar ausgedrückt haben: Die derzeitige Software kann alle anstehenden Aufgaben sehr gut bewältigen, es besteht kein Anlass auf Änderung und die wird es auch nicht geben. In dieses Horn stieß ganz klar auch Frau Schwesig; Ministerpräsidentin Mecklenburg Vorpommern, die sich klar für die Beibehaltung derzeitiger Software aussprach, da SORMAS angeblich keinen Mehrwert biete, so Ihre Aussage bei Anne Will. Na was denn nun ? Als neuer Termin wurde der 3. März 2021 verabredet.

Jetzt noch ein paar Infos allgemeiner Corona – Art. Zum Beispiel wieder aus Göttingen, ja, auch in einer Provinz wie Göttingen ist viel los. Chaos läßt grüßen. Neben zahlreichen Impfverschiebungen, immer wieder feststehenden Terminen, die dann doch wieder nicht halten, nun morgen endlich der Start in EINEM Impfzentrum. WOW. Hoffentlich. Eventuell. Denn noch ist gar nicht klar, wie die älteren Bürger, die fast alle keine eigenen Autos fahren, dorthin kommen sollen. Eigentlich sollte ja ein Shuttleservice fahren. Eigentlich. Doch wie wir ja wissen ist der Norden, auch Göttingen, seit letztem Samstag von einer Schneefront erfasst und über Sonntag hatte sich eine beträchtliche Schneehöhe angesammelt, auch auf den Strassen.

Verzeihung, hat sich, denn bis heute, 5 Tage nach dem großen Schneefall, fahren in Göttingen keine öffentlichen Verkehrsmittel. Irgendwie werden die Bushaltestellen nicht geräumt, und die Strassen teilweise auch nicht. Und jeden Tag wieder und wieder eine Verlängerung des Betriebes der Busse auf der Webseite der GöVB in Göttingen. Gestern dann meine 3 Anfragen bei versch. Firmen, beginnend bei der GöVB. Nach deren Aussage können die Busse nicht fahren, weil sowohl die Einfahrbuchten an den Haltestellen nicht geräumt sind wie auch die Zuwege zum Bus. Personen, die ein- oder raussteigen, müßten über den aufgetürmten Schnee steigen, Rollatoren oder Kinderwagen könnten gar nicht transportiert werden. Verstehe ich. Woran liegt es ?

Angeblich seien Krankenstände wie Coronainfizierungen mit Quarantäne bei den Göttinger Winterdienst das Problem. Aussage: Die können die Räumfahrzeuge nicht fahren, weil das Personal nicht ausreicht. Okay, Anruf bei der Stadt Göttingen. Hier ist man eher entrüstet über die Aussage. Ja, es gebe einen gewissen Krankenstand mit Corona, der Räum- und Winterdienst sei aber davon nicht betroffen. Ach nein, warum wird dann auch nach 5 Tagen nicht geräumt ? Mein 3. Anruf gilt der Gesellschaft Pro City Göttingen. Nach eigenen Worten versteht sich die Gesellschaft als Interessenvertretung und Citymanagementgesellschaft für die Göttinger Innenstadt. Klingt schön, doch auf meine Frage, warum hier eigentlich nicht Druck aufgebaut wird, das Busse wieder fahren können, kommt die für mich lapidare Antwort: Man kümmere sich natürlich darum, man stände mit der Stadt in Kontakt und woher ich wüßte, das nichts getan werde.

Meine Antwort darauf: Weil nichts passiert. Pro City ist mir schon in der Vergangenheit aufgefallen wegen der Bemängelung der Innenstadt bezüglich Leerstände, fehlender Attraktivität und Öffnungszeiten. Als ich damals Pro City darauf hingewiesen habe, warum das so sei, das selbstverständliche Dinge im Internet wie bessere Preise, großzügige Rückgabemöglichkeiten und bessere Auswahl usw. eben nicht stationär angeboten werden, und warum die Innenstadt mehr und mehr mir Dönerläden, Spielcasinos und Handyläden zugekleistert würden anstatt mit sinnvollen Geschäften (viele Artikel sind in Göttingen einfach nicht mehr zu bekommen) kam keine Antwort auf die Anfrage, heute wies man das zurück, man würde alle Anfragen beantworten. Nur eines ist doch klar: Fahren keine Busse, gehen noch weniger Bürger in der Innenstadt einkaufen, die Maskenpflicht in der Innenstadt in der Öffentlichkeit ist dazu noch ein Einkaufsverderber.

Über das Thema Impfen habe ich heute bewußt nichts gesagt, das habe ich in meinen letzten Berichten ausführlich behandelt, nur soviel: Die ersten EU Länder wollen nun über eine fälschungssichere Chipkarte anstatt dem Impfpass der EU eine elektronisch lesbare Dokumentation über die Impfungen einführen, die bei Mitführung den Geimpften in diesen Ländern mehr Rechte und Vorteile einräumen soll. Derweil will Südafrika von AstraZeneca den Impfstoff nur sehr begrenzt einsetzen, weil eine Studie insbesondere bei der Südafrika Mutation nur geringe Wirkung zeige. Das Pharmaunternehmen hat auf diese Regelung bereits reagiert und für den Herbst einen verbesserten Impfstoff auch gegen diese Variante angekündigt. Und trotz der doppelten Impfung haben sich in einem Alten- und Pflegeheim bei Osnabrück mehrere Bewohner mit Corona infiziert. Es soll sich um eine Variante des Basisvirus handeln.

Damit nun die Öffnungen von Einzelhandelsgeschäften, die derzeit noch vom Corona Lockdown betroffen sind, schnell über die Bühne gehen können, hat sich Ceconomy, der Dachverband Media Markt und Saturn, etwas ganz tolles einfallen lassen: Herr Düttmann stellt sich eine Entzerrung von Kunden vor, indem man die Einkaufszeiten jeweils für bestimmte Altersgruppen freigibt. Berufstätige sollen morgens und abends, Risikogruppen im Alter von 60 – 65 Jahren tagsüber, so berichtet XING online gestern. Die Kontrolle darüber sollen die Mitarbeiter in den Läden, aber auch die Polizei auf den Straßen. Na da hat wohl Herr Düttmann nicht zu Ende gedacht: Punkt 1: Die Polizei ist nicht zuständig für Einlasskontrollen bei Einzelhandelsgeschäften. Punkt 2: Mitarbeiter, Detektive oder Sicherheitskräfte sind nicht berechtigt, Ausweise über den Nachweis des Alters am Eingang zu verlangen. Abgesehen davon: Will er eine Liste an Eingang aushängen, wer wann einkaufen darf ? Hoffentlich vergißt er keinen, sonst fühlen sich am Ende noch Kunden diskriminiert. Und was macht er mit denen die einfach kommen ? Nach Hause schicken ? Das glaube ich kaum. Dann kann er die Läden gleich zu lassen, mit so einer Regelung werden die Kunden auf die Palme gehen und der Kundenverlust ist größer als der Kundengewinn.

Zum Schluß noch eine Anmerkung zu den FFP2 Masken. Da hat wohl wieder jemand einen Schnellschuß mit den Verordnungen zu Tragen dieser Masken, die ja so wichtig seien, getan, und alle anderen sind einfach mitgelaufen obwohl sie gar keine Ahnung hatten. Denn plötzlich stellt  ausgerechnet die EU Gesundheitsbehörde ECDC das Tragen der FFP2 Masken im Alltag in Frage. Zitat: Der erwartete Mehrwert der universellen Verwendung von FFP2-Atemschutzmasken in der Gemeinschaft ist sehr gering. (Zitatende). Auch die EU Gesundheitskommissarin Kyriakides bestätigte diese Einschätzung. Nanu, woher denn dann die Sicherheit der Kanzlerin wie toll das alles wirkt ?





Corona News 07.02.2021

Weltweit 106 Mill. Infektionen Deutschland 2.291.000 erreicht mit 61.577 Toten

Infektionsraten: USA 26.9 Mio, Indien 10.8 Mio, Brasilien 9.4 Mio, Russland 3.9 Mio. EU: Frankreich 3.4 Mio, Spanien 2.9 Mio, Italien 2.6 Mio. England 3.9 Mio. 2.3 Mio. Todesfälle weltweit. Türkei und Kolumbien über 2 Mio. Infektionsfälle. 21 Länder über 1 Mio.

Copyright Zahlenmaterial: Johns Hopkins University & Medicine Coronavirus Resource Center

Was gibt es Neues in Sachen Impfung ? Vieles, aber wenig Gescheites. Beginnen möchte ich aber mit der Maskenpflicht, wie sie in Göttingen seit dem Lockdown 20.12.2020 auch in der Innenstadt gilt, und zwar für alle Strassen und alle Tages- und Nachtzeiten. Ich möchte gar nicht rumreiten was Innenstadt heisst, das ist in einer Allgemeinverfügung der Stadt Göttingen definiert, mich interessiert die Frage, warum eine Maskenpflicht in der Innenstadt gilt. Ich war diese Woche in Minden bei Hannover. Dort ist die Inzidenz bei knapp 100, war aber schon weit über 200, Göttingen hatte als Höchstwert bisher um die 109, derzeit um 69. In Minden gab es noch nie eine Maskenpflicht in der Innenstadt. Jetzt fragt man sich, warum denn nicht, wenn doch das so wichtig sei und die Zahlen in Minden auch noch höher sind. Es sei noch gesagt, das ich hier Minden rein zufällig ausgewählt habe, beide Orte, Göttingen und Minden stehen sozusagen stellvertretend für andere Städte.

Ich habe natürlich in beiden Städten nachgefragt. Die Pressesprecherin Minden erklärt mir, Minden sei im Vergleich zu Göttingen keine kreisfreie Stadt, und der Kreis habe eben entschieden, das das nicht notwendig sei. Dafür habe man aber eine Ausgangssperre ab 21 Uhr gehabt und viele Geschäfte in der Innenstadt haben geschlossen. Daher sei der Andrang der Fußgänger überschaubar und weiträumig. Aha, jetzt Göttingen. Göttingen ist kreisfrei und somit kann der OB diese Maskenpflicht erlassen, ohne jemanden fragen zu können. Die gleichen Geschäfte in Göttingen sind auch zu, da ist nichts anders. Und ab 21 Uhr ist weder in Göttingen noch in Minden noch irgendwas auf den Wegen los, also egal. Minden hat weniger Einwohner als Göttingen, dafür ist die Mindener Fußgängerzone enger als die in Göttingen, nimmt sich also nix.  Die Antwort des Göttinger Pressesprechers geht dahingehend, das diese Regeln sicherlich von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind. Auch richtig, beide haben aber nicht die Kernfrage beantwortet:

Es ist doch egal wer diese Entscheidung auf welcher Ebene auch immer trifft, die Frage ist, warum ist das so ? Wieso ist der Virus in Minden offensichtlich nicht so schlimm wie in Göttingen. Wie will man denn Bürgern vermitteln, warum Sie in Göttingen eine Maske tragen müssen und wenn Sie nach Minden fahren wo die Inzidenz wesentlich höher ist können sie die Maske abnehmen ? Das ist doch die Frage. Und es gibt eben nur EINE Wahrheit: Entweder ist das Maskentragen in der Innenstadt in der Öffentlichkeit draussen überflüssig und reiner Aktionismus oder andere Städte die darauf verzichten spielen mit der Gesundheit der Bürger. Aber wie Sie hier lesen konnten, die Frage bleibt offen, denn keiner was was genaues.

Und wo wir gerade bei Masken sind: Ich hatte ja vor wenigen Tagen über die erst einmal seltsame Praxis von Apotheken geredet, das diese plötzlich auch den eigentlich erst ab 10.02.2021 gültigen Berechtigungsgutschein für 6 gratis FFP2 Masken auch schon ab Ende Januar eingelöst haben und hatte den Verdacht geäußert, das das an der anstehenden veränderten Bezahlung für die Apotheken liegt, die ja ab dem 10.02.2021 greift. Daher werden ja auch die Gutscheine mit einem Datumstempel abgestempelt, damit der Einlösetag nachvollziehbar ist. Heute bekomme ich schon wieder eine seltsame Nachricht von einer Apotheke, offensichtlich macht jede Apotheke, was sie will. Ist ja schön für die Kunden aber das muß ja irgendeinen Grund haben. Das Angebot einer Apotheke aus Aachen: Für jeden Berechtigungsgutschein bekommt man statt 6 gleich 12 FFP2 Masken, und das ohne Zuzahlung der 2 Euro, und kostenlos zuschicken kann man die Gutscheine per Freiumschlag auch noch. Sensationell. Natürlich habe ich auch hier beim Gesundheitsministerium Bund nachgefragt über die erhöhte Erstattung der Masken; Apotheken bekommen ja 6 Euro pro Maske erstattet. Die Erklärung: Zu Zeiten des Beginnens der Gutscheine im Dezember war der Preis so am Markt. Ausserdem beinhaltet die Erstattung nicht nur den Maskenpreis, sondern auch anteilig die Beschaffung, Betriebskosten und Beratung. Also Beratung war Null, ich habe die Gutscheine hingelegt und bekam 12 Masken in Tüten und Tschüss. Auch die 2 Euro Eigenbeteiligung verbleiben in den Apotheken.

Schon wieder eine Seite voll und ich wollte nochmal zum Thema Impfen kommen, beginne wieder mit Göttingen. Denn da tut sich Stand 06.02.2021 immer noch nix, von den 3 Impfzentrum Stadt und Landkreis Göttingen ist noch keines in Betrieb, aber in Göttingen tut sich trotzdem viel. Zum Beispiel in den Göttinger Entsorgungsbetrieben. Nachdem dort einige Mitarbeiter einen positiven Test hatten, wurde der Betrieb erst einmal geschlossen. Und in einer Göttinger Alten- und Pflegeeinrichtung, die schon vor längerer Zeit durchgeimpft worden ist, sind jetzt gleich 19 positive Coronafälle festgestellt worden, darunter 10 Bewohner und 9 Mitarbeiter. Interessant der nächste Satz: Es hätten noch nicht alle Bewohner und Mitarbeiter eine 2. Impfung erhalten, die ja erst den vollen Schutz aufbaut. Alle Mitarbeiter und Bewohner, die nach der ersten Impfung keine Beschwerden gehabt hätten wären jetzt 2x geimpft. So berichtet das GT am 03.02.2021. Ach, es gab wohl Personen mit Beschwerden; sonst braucht man das ja nicht zu erwähnen. Und in Stendal soll eine Polizeigruppe geimpft worden sein, obwohl diese noch gar nicht dran gewesen sei. Wer das entschieden hat, die Stadt räumt Fehler ein, aber es hat sich keiner gemeldet.

Interessant zum Thema Impfstoff, wo ja Frau Merkel noch nach dem Impfgipfel davon geredet habe, das jetzt wohl auch CureVac vor der Zulassung stehe und aus Kapazitätsgründen mit Bayer zusammen gegangen sei mag ja richtig sein, dumm nur, das die ersten 50 Millionen Impfdosen der deutschen Pharmafirma nach Großbritannien gehen, genau gesagt London, und die seien auch schon bezahlt. Was da Herr Spahn wieder falsch gemacht hat. Auch bei der Verteilung des AstraZeneca Impfstoffs gibt es wohl einige Verständigungsprobleme. NTV Online schreibt am 05.02.2021 das Mecklenburg Vorpommern den ersten Impfstoff, nämlich 7200 Dosen bekommt. Am nächsten Tag steht, das NRW den ersten Impfstoff, 74400 Dosen, erwartet. Ja wer ist denn nun der erste Begünstigte ? Während sich also Deutschland jetzt erst einmal einen umfangreichen Impfplan macht mit Quartalszahlen der verfügbaren und zugesagten Impfstoffe, wer wohin in welches Bundesland liefert, hat das nächste Land schon Deutschland überholt. Serbien hat sich mal so eben vom Sputnik und Xi aus China umfangreiche Lieferungen gesichert und schon rund eine halbe Million Bürger geimpft. Weitere Impfstoffe sollen nach Infos schon verfügbar sein, rund 30.000 Impfungen finden pro Tag statt. Kann es sein, das Deutschland nur hinterher läuft ? Klar, wir haben jetzt mehr geimpft als Serbien, aber in welcher Zeit schafft das Deutschland und in welcher Zeit andere Länder ?

Gerade wollte ich den Bericht einstellen, da bekomme ich noch eine Sondermeldung. Zum Thema Impfen. Sie kennen ja die Aufstellung der verschiedenen Impfgruppen, damit meine ich wer wie priorisiert ist bei den Impfungen, so z.B. sind Personen über 80 Jahre und Bewohner von Alten- und Pflegezentren die Ersten, die geimpft worden sind bzw. noch geimpft werden, dann folgen die 75 – 79 jährigen, Personen mit Demenz usw. Ein schlauer Bürger hat aber die Listen der STIKO und des Bundesgesundheitsministerium verglichen und etwas wie ich finde nicht nur seltsames, sondern auch unverschämtes herausgefunden, das ich jetzt sogar noch übertreffen kann. In der Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 auf der Webseite des Bundesministerium für Gesundheit steht unter der Überschrift „ Schutzimpfungen mit hoher Priorität „ unter Punkt 8 (Zitat): Personen, die in Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 3 oder 4 des Infektionsschutzgesetzes untergebracht oder tätig sind. Das hört sich ebenfalls auf einer anderen  Webseite des Ministeriums für Gesundheit unter dem Thema: „ Wer wird zuerst geimpft „ dann so an (Zitat): Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind. Bei der STIKO findet sich diese Gruppe, die in beiden Fällen gleich ist, dann in der Stufe 3 der Impfungen wieder, hier heissen die Betroffenen dann (Zitat): BewohnerInnen und Tätige in Gemeinschaftsunterkünften. Ich sage nur: Wortkreativ und vieldeutig, damit sich auch jeder hier wiederfinden kann. Was ich aber unverschämt finde, warum sich hier in der zweithöchsten Gruppe, so wie das Gesundheitsministerium das darstellt, ALLE Flüchtlinge bewegen, egal welchen Alters, Gesundheit, Erkrankungen usw. Auch die 20 – 25 jährigen unbegleiteten jungen Männer gehören dazu, bei der einheimischen Bevölkerung tauchen die beispielsweise erst in der allerletzten Gruppe auf wie auch andere Einheimische, die benachteiligt, man kann auch sagen diskriminiert werden. Und jetzt die tolle Begründung: Weil ja in der Vergangenheit so viele Infizierungen in den Flüchtlingsunterkünften aufgetreten sind ist die Priorisierung erfolgt. Tut mir echt leid, das ist eine Ausrede erster Klasse, oder auch Lüge. Wieviele Infektionen größerer Art sind denn letztes Jahr in fleischproduzierenden Betrieben aufgetaucht ? Wird hier jemand deswegen priorisiert, was dann wegen der Produktion von Lebensmittel 10x mehr verständlich wäre ? Nein. Das ist wirklich das Letzte, ich bin weder 70 – 79 Jahre, mir nimmt keiner eine Impfung weg, ich will auch gar keine. Wäre ich ein der Gruppe, die später geimpft wird, obwohl ich z.B. eine Herzerkrankung, Diabetes oder eine andere Risikokrankheit habe, würde ich auf die Barrikaden gehen. Eine Unverschämtheit und Dreistigkeit der Entscheider dieses Staates ohnegleichen, was bilden die sich eigentlich ein ?






Corona News 05.02.2021 Gemischtes Kurioses Sonstiges

Weltweit 105 Mill. Infektionen Deutschland 2.266.000 erreicht mit 60.634 Toten

Infektionsraten: USA 26.7 Mio, Indien 10.8 Mio, Brasilien 9.4 Mio, Russland 3.9 Mio. EU: Frankreich 3.3 Mio, Spanien 2.9 Mio, Italien 2.6 Mio. England 3.9 Mio. 2.3 Mio. Todesfälle weltweit. Türkei und Kolumbien über 2 Mio. Infektionsfälle. 21 Länder über 1 Mio.

Copyright Zahlenmaterial: Johns Hopkins University & Medicine Coronavirus Resource Center

Es vergeht ja eigentlich kein Tag, an dem nicht irgendwelche Neuigkeiten in Sachen Corona verbreitet werden, offensichtlich sind die Medien und natürlich auch viele Privatpersonen in den sozialen Netzwerken geradezu auf der Suche nach Verbreitung von Meldungen, wenn diese auch öfters mal offensichtlich nur Unsinn darstellen. Was tun manche nicht um ein paar mehr Klicks und Kohle auf ihr Konto zu bekommen.

Über was ich heute als erstes berichte, könnte auch so eine Finte sein, ist es aber nicht. Herr Weil war gestern sehr aktiv, besuchte die Tierärztliche Hochschule in Hannover und holte sich Informationen über Hunde, die angeblich Coronainfektionen erschnüffeln können. Wie das funktionieren soll ? An dem angeblich veränderten Stoffwechsel des Körpers eines Menschen, der dann andere Stoffe absondert, die der Hund erkennen kann. Der Vergleich, Hunde könnten ja auch Sprengstoff oder Rauschgift erschnüffeln, hinkt dann doch etwas, denn ich glaube diese beiden Materialien haben ganz andere Intensitäten. Woran der Hund dann erkennen soll, ob es das einfache Corona oder die Mutation ist, konnte bei dem Treffen nicht geklärt werden. Und ab welchem Tag der Infizierung das Ganze funktioniert leider auch nicht. Und die Idee, jetzt Veranstaltungen zuzulassen mit Besuchern vor Ort, die dann vorher alle abgeschnüffelt werden, also ich weiß nicht. Dumm wird es dann werden, wenn der erste Besucher mit Impfausweis abgeschnüffelt und für befallen gilt. Und ich kann mir auch nicht erklären warum man nach einem Jahr auf so eine Idee kommt, wo man doch angeblich 8 Hunde getestet habe, die schon nach 8 Tagen zu 94 % erfolgreich waren.

Kommen wir gleich zum nächsten aktuellen Thema. Da hat sich doch mal wieder Deutschland an seine großgeschriebenen Hilfsbereitschaft erinnert und Menschen und Material nach Portugal geschickt. Anscheinend ein Entwicklungsland, das jetzt, auch nach einem Jahr, so schlimm betroffen scheint, das Deutschland sofort helfen muß. Man hat ja auch keine eigenen Sorgen. Da fragt man sich schon, warum gerade Portugal, wenn das Helfersyndrom ausgebrochen ist, warum dann nicht in die Niederlande, in die Ukraine oder Südafrika, Merkels neues Lieblingsland, wenn es um Geldtransfers geht. Denn all diese Länder haben über 1 Million Coronainfizierungen zu verzeichnen, da liegt Portugal deutlich darunter. Abgesehen davon muß man sich fast täglich in den Medien anhören und lesen wie schlecht die Entwicklungsländer dastehen, die können sich keinen Impfstoff leisten usw. aber da passiert nix. Hochrisikoland, Nothilfe; leicht benutzte Wörter, die manchmal ihren wahren Sinn verfehlen.

Und gleich noch eine wunderbare Nachricht hinterher: Zumindest in Niedersachsen dürfen ab morgen wieder die Fahrschulen aktiv werden, ein Gerichtsurteil hat mal eben in den Lockdown eingegriffen und diesen hier aufgehoben. Dazu erklärt die Branche, das man aber auch über die Maßen hinaus so tolle Hygienekonzepte und Regeln erarbeitet hat, das wäre längst überfällig. Iss klar, das behaupten alle. Tolle Regeln und Konzepte gibt es sicherlich in Krankenhäusern, und was ist da los ? Wieviel sind geschlossen, wieviel in Quarantäne ? Tolle Regeln und Konzepte bei Flugzeugen, die selbst ein Polizeichef kritisiert und als zu lasch und durchlässig bemängelt ? Konzepte haben alle, die funktionieren aber ALLE nur dann, wenn sich auch alle beteiligten Personen dran halten, und daran hapert es. Unzählige Beispiele gibt es, da brauche ich keine mehr nennen, das fängt beim Fussball an und hört bei Bundestagsabgeordneten aller Parteien auf.

Was soll diese wirklich dumme Aussage ? Die ist rein gar nichts wert. Und wenn ich dann höre und lese, das angebliche Berufspendler mit dieser Floskel in andere Länder wie Österreich einreisen, um dann später auf der Skipiste fahren zu können, weiß ich Bescheid. Die immerwährenden Beschwörungsrituale der Bundesregierung auf der einen Seite sich doch an die Regeln zu halten; dann Lobhudeleien auf der anderen Seite wie toll doch die Bevölkerung mitmacht ist an Heuchelei nicht zu überbieten. Dabei wissen die doch am besten, das es eben eine gewisse Personengruppe gibt, die sich nie an die Regeln halten werden, da wo sie sich durchmogeln können. Gestern bin ich mit der Bahn von Minden nach Göttingen gefahren, und ein Fahrgast hatte ein gelbes Stofftuch über Mund und Nase. Und wen hat das Ganze gekümmert: Keinen. DAS ist doch die Wahrheit.

Natürlich habe ich auch kurz was zum Thema Impfen. Herr Lindner, bekennender Gegner des Bundesregierungslockdowns und vieler Einschränkungen, hat jetzt eine ganz neue Idee beim Impfen: Lehrer und Erzieher, überhaupt alle im Bildungswesen tätigen Personen sollten beim Impfen vorgezogen werden, da es sich hier um ultrarelevante Berufe handelt. Da hängt Bildung und Betreuung von ab und letztlich Öffnungsmöglichkeiten von Kitas und Schulen. Da hat Herr Lindner mal wieder nur halb mitgedacht: Besonders alte Menschen und Risikogruppen müssen natürlich zuerst bedacht werden, bevor die an Corona sterben, da wird er wohl kaum rütteln. Medizinisches Personal ist nun mal ebenfalls an vorderster Front beim Impfen zu sehen, weil ohne Ärzte und Personal alles zusammenbricht. Bildung kann man immer nachholen und wird ja auch schon praktiziert. Warum auch die teuren Anschaffungen von Notebooks und Tablets für die Schüler, wenn´s eh nix bringt ?

In dieser Zeit wo ja erneut durch die strengen Maskenauflagen Millionen Bürger in die Apotheken oder ins Geschäft rennen, um sich FFP2 Masken zu kaufen; seltsamerweise werden diese viel häufiger benutzt als die OP-Masken; hat Deutschland nun eine neue Zertifizierungsstelle für diese Masken: Unter dem Zeichen CE 1008 darf der TÜV Rheinland erstmals Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP 2 für den europäischen Markt zertifizieren. Die Zertifizierung von TÜV Rheinland basiert auf den Vorgaben der maßgeblichen Verordnung 2016/425 für so genannte Persönliche Schutzausrüstung (PSA). Das ist schön denn in den letzten Tagen sind vermehrt Nachrichten eingegangen, die belegen, das selbst bei der Polizei Masken aufgetaucht und auch getragen worden sind, die gar nicht den FFP2 Regeln entsprechen. Die stammen doch wohl nicht aus den Lägern des Herrn Spahn, der ja angeblich schon im Sommer viele Masken mit abgelaufenen Verfallsdatum hatte die er verschenken wollte.

Schlagzeilen machte die letzten Tage auch der Ticketverkäufer für Veranstaltungen, die Firma CTS Eventim. Die hat schon jetzt angekündigt, darauf hinzuwirken, Tickets für Konzerte und Veranstaltungen ab einer gewissen Zeit nur noch an geimpfte Personen zu verkaufen. Und die Firma hat auch schon konkrete Voraussetzungen geschaffen, die das auch kontrollieren; wer jetzt also denkt, alles Spaß, weit gefehlt: So berichtet der Vorstandvorsitzende Schulenberg von entsprechenden technischen Einrichtungen, die geschaffen worden sind, nicht werden, das diese auch Impfausweise lesen können. Komisch, da frage ich mich, woher er weiß, wie die Impfausweise aussehen, beschaffen sind, und er jetzt schon Geräte entwickelt hat, die die Ausweise lesen können. Die müßten dann ja eine Art Scannfeld haben. Es gab doch vor wenigen Wochen noch gar keine Überlegungen (angeblich) über Impfausweise. Mal ganz abgesehen davon weiß heute noch keiner und es ist auch nicht klar, selbst beim größten Impfstoffhersteller Biontech, ob und wenn wie lange die Impfung anhält, und ab nicht trotzdem der Virus weiter gegeben werden kann. Seltsame Geschäftspolitik, die offensichtlich gar keinen Sinn macht, oder da passiert was hinter verschlossenen Türen.

Und was viele nicht wissen, weil es nicht kommuniziert wird, der Iran, man glaubt es nicht, hat auch einen Impfstoff entwickelt mit dem Namen „ Coviran Barekat „. Angeblich soll es auch bei der britischen Mutation helfen. Man fragt sich aber doch, was Deutschland nicht hinbekommt, schafbritischen Mutation helfen. Man fragt sich aber doch, was Deutschland nicht hinbekommt, schafft so ein Land wie Iran. Schon seltsam. 

Mal ein paar Worte zu den Hilfen. Anfang der Woche wurde ja bekannt, das die Bundesregierung bis Ende Januar 2021 rund 3.7 Milliarden Euro an Soloselbstständige ausbezahlt habe. Die Linken - Expertin Zimmermann kritisiert das und fordert einen fiktiven Unternehmerlohn von monatlich 1200 Euro zusätzlich zur Kompensation der Betriebskosten. Ich frage ich so langsam, ob manche Politiker, und dazu zählt zweifelsohne Frau Zimmermann, nachts zu viel träumen. Das erinnert stark an die damaligen 75 % Erstattung der Vorjahreseinkünfte bei Wirtschaftsunternehmen, die genauso aus der Luft gegriffen waren, was später ja auch eingeräumt wurde. Was soll diese Quatschforderung ? Einfach mal Geld ohne Sinn und Verstand ausschütten, egal was verdient wurde, Hauptsache das Füllhorn aufmachen. Und noch was möchte ich hier klarstellen, das sollte Frau Zimmermann, falls sie dazu in der Lage ist, mal zur Kenntnis nehmen: Die Soloselbstständigen zahlen doch wohl nicht in gesetzliche Sozialversicherungen ein, woher das Geld stammen soll. Aber die Abermillionen von Kurzarbeitergeldbezieher, die sollen mit mickrigen 800 Euro im Monat hinkommen ? Genauso muß ich mich leider über die schon verhängten erneuten Hilfen für Karstadt Kaufhof äußern. Ein Unternehmen, das quasi jahrzehntelang kurz vor der Pleite stand, Insolvenz, Entlassungen, Schließungen usw. hatte, jetzt nochmals mit 460 Millionen Euro zu sponsern, ist schlicht ein Treppenwitz. Das wird passieren: In spätestens 2 Jahren ist das Unternehmen wieder am Abgrund, und warum: Altbackene Strukturen in den Häusern, zu teure Preise, Warensortiment wie vor 50 Jahren. All das funktioniert nicht mehr, die Kette hat es versäumt, sich WIRKLICH zu modernisieren und der aktuellen Zeit anzupassen, da nützt der Onlineshop auch nix. DAS ist das Problem der Kette. Geld verzögert nur die nächste Misere. Und die kommt. Da nützt auch kein Spruch: Die armen Mitarbeiter. Wenn das immer die erste Wahl wäre, hätten wir noch Bergwerke wie im Mittelalter.

Zum Schluß noch ein paar Informationen zu den heute beschlossenen weitergehenden Unterstützungen der Bundesregierung rund um Corona: Die Mwst – Senkung für Gastronomiebetriebe soll bis Ende 2022 verlängert werden. Personen, die Grundsicherung bekommen erhalten einen einmaligen Betrag von 150 Euro als zusätzliche Coronamittel. Familien sollen schon wieder einen Kinderbonus bekommen, 150 Euro pro Kind für dieses Jahr, letztes Jahr gab es schon 300 Euro pro Kind. Und endlich kommt das was ja Linnemann CDU schon immer haben wollte: Unternehmen können ihre Verluste auch mit Gewinnen aus den Vorjahren verrechnen. Welche Verluste eigentlich, die bekommen doch Unterstützung ohne Ende ? Verzeihung, nennt sich offiziell Unterstützung, eigentlich sollte man es Gratifikation oder Bonuszahlung nennen. 






Corona News 04.02.2021 Corona Impfgipfel

Weltweit 104 Mill. Infektionen Deutschland 2.252.000 erreicht mit 46.781 Toten

Infektionsraten: USA 26.5 Mio, Indien 10.8 Mio, Brasilien 9.3 Mio, Russland 3.8 Mio. EU: Frankreich 3.3 Mio, Spanien 2.9 Mio, Italien 2.6 Mio. England 3.9 Mio. 2.3 Mio. Todesfälle weltweit. Türkei und Kolumbien über 2 Mio. Infektionsfälle. 21 Länder über 1 Mio.

Copyright Zahlenmaterial: Johns Hopkins University & Medicine Coronavirus Resource Center


Image by Wilfried Pohnke from Pixabay

Der große Impfgipfel ist vorbei. Der große Wurf war es dann auch nicht. Hier die verkündeten Ergebnisse von Frau Merkel, Herrn Söder und Herrn Müller. Zu Beginn erklärt Frau Merkel nochmal die Wichtigkeit der Impfungen und dankt den Pharmaunternehmen für das bisherige Engagement in Sachen Produktion (da muß so einiges an Frau Merkel vorbei gegangen sein). Dann geht sie auf die anstehenden Probleme an. Kommen die zugesagten Mengen wirklich, die mal zugesagt worden sind. Ich kann hier schon eine Vorbemerkung machen: Nein, Frau Merkel, wenn Sie die letzten 14 Tagen aufmerksam gewesen wären, hätten Sie gewußt das Biontech und Moderna Mengenkürzungen und Lieferprobleme für die EU zugesagt hat und auch AstraZeneca sieht ja Probleme und will nicht komplett ausliefern. Ich sage das vorab weil ich jetzt mal gespannt bin, was die Pharma plötzlich auf dem Impfgipfel sagt. Fakt Stand soeben: Alle Firmen haben derzeit Reduzierungen angekündigt.

Weiter mit Frau Merkel. Die zweite Frage die Sie sich stellt, wie denn der Vergleich zu anderen Ländern aussieht, man würde aus Israel, den USA und Großbritannien „ so dies und jenes „ hören. Und der dritte Punkt ist, was bei dem derzeitigen Vorgehen in Deutschland beibehalten und was soll geändert werden. (Anmerkung: Nanana, Frau Merkel, kein nationales Vorgehen, immer schön in Abstimmung mit der EU. Sie wissen doch, keiner kann allein die Pandemie besiegen).

Dann legt Sie richtig los, Sie habe nun Berechnungen der Lieferungen für die einzelnen Quartale. Da müsse man aber zwischen zugelassenen und nicht zugelassenen Impfstoffen unterscheiden. Neben den 3 bekannten zugelassenen Firmen haben auch 2 weitere an den Gesprächen teilgenommen, nämlich Johnson & Johnson und CureVac. Beide gehen von Zulassungen im zweiten/dritten Quartal aus. Beide Firmen würden schon vorproduzieren, dafür hätten Sie Geld von der europäischen Kommission, also auch vom deutschen Steuerzahler, bekommen. (Anmerkung: Wie jetzt, die produzieren einen Impfstoff sozusagen in Massen, obwohl die noch gar nicht wissen, das er vielleicht so gar nicht zugelassen wird, und werfen den dann weg oder ist vielleicht die Zulassung so wie bei einem anderen Pharmaunternehmen nur Formsache ?). Es gibt daher eine Minimalvariante und eine Maximalvariante. Die Zahlen liegen dem Gesundheitsministerium vor.

Für rund 9 Millionen Kinder ist noch kein Impfstoff vorhanden, dann wird frühestens in den Sommermonaten kommen. Wir brauchen etwa für 73 Millionen Einwohner einen Impfstoff. Selbst wenn die Neuzulassungen nicht kommen, reicht der Impfstoff für alle.

Der Vergleich zu anderen Länder zeige, das die USA durch die Gesetzgebung quasi im eigenen Land nur für den eigenen Bedarf produziert, Europa sei so auf die eigenen Standorte reduziert. (Anmerkung: Wenn doch die USA nur für sich selber produziert, warum liefern wir dann eigentlich von europäischen Standorten auch noch in die USA ?). Hat Sie vorsichtshalber nicht beantwortet. Die europäische Kommission hat sich aus guten Gründen nicht für eine Notzulassung entschieden, sondern für eine vorläufige Zulassung, das habe eine andere Qualität. (Anmerkung: Aber nicht auf die Qualität des Impfstoff, der bleibt doch der gleiche, oder ?). Israel gehe ganz anders mit Daten um. Die EU habe sehr lange verhandelt wegen der Haftungsfragen und lange gerungen. Deshalb gibt es gute Gründe das der Weg der EU langsamer war. (Anmerkung: Stimmt, hat man ja jetzt beim Vertrag mit AstraZeneca gesehen, wie löchrig in Sachen Lieferverbindlichkeit der abgeschlossen ist. Und damit die Bürger mit der erzwungenen Veröffentlichung des Vertrages auch keine Informationen über Details bekommen, und vorläufig auch keine Angeordneten, hat man den großen Teil des Vertrages geschwärzt, um Mißleistungen zu vertuschen).

Aber Frau Merkel hat noch mehr zu berichten. Jetzt der spannende Punkt, was die Bundesregierung beibehalten möchte. Achtung: Wir behalten bei, um das Vertrauen zu werben. WOW. De erste Knaller des Tages. Aber schon da können wir Frau Merkel beruhigen. Wir als mündige Bürger machen uns schon selbst ein Bild über die Lage, der Zuverlässigkeit usw. denn heutzutage gibt es das Internet. Und die Informationen seriöser Seiten vergleichen wir dann mit den Aussagen der Bundespolitiker und stellen fest, wo Unstimmigkeiten sind. Transparenz beim Impfen sei das allerhöchste Gebot. (Anmerkung: Ich freue mich, Frau Merkel, das Sie den Lieblingssatz von Herrn Seibert endlich mal wieder gebracht haben: Die Bundesregierung informiert mit Fakten und transparent. Ich kriege plötzlich so ein Würgegefühl im Hals.). Dann redet sie von einem erforderlichem guten Management für die Bürger, wann Impftermine vergeben werden können. Es gäbe eine nationale Impfstrategie wird jetzt auch einen nationalen Impfplan enthalten, der detailliert enthalten soll, wann kommt wo pro Woche welcher Impfstoff an, um das Einladungsmanagement für die Bürger zu verbessern. Und das tolle wäre, für Biontech hätte man jetzt schon die Liefertermine bis 23.02.2021, für die anderen erst bis zum 17.02.2021. (Anmerkung: WOW, eine echte Weitsicht in der Impfstrategie, da kommen schon erste Ansätze aus dem neuen Impfplan durch).

Zum Schluß kommt Frau Merkel zu noch einem Sonderpunkt, die Bundesregierung habe die Pharmaunternehmen gefragt, wo man denn unterstützen könne. Und da gäbe es einige Punkte. Daher wird das Wirtschaftsministerium eine Plattform entwickeln, wo transparent gemacht wird, Ampullen und Stopfenherstellung, auch die Verimpfungsvarianten, Spritzen und ähnliches, da muß geguckt werden, auch bei sensiblen Substanzen, wie man mehr produzieren kann. Es gäbe Zwischenstoffe, die fehlen, sonst könnte man mehr Impfstoff produzieren. Da hat man aber im Moment keine Hersteller, da will die Bundesregierung gerne mit Geld und Einsatz helfen, das hängt auch von den fachlichen Qualitäten ab.

Zum Ende des Sommers, zum Ende des 3. Quartals soll für alle ein Impfangebot vorliegen.

Herr Müller betont nochmal, das auch 100.000 Impfdosen für 50.000 Personen reichen würden und das es deshalb so wichtig sei zu wissen, wann Impfstoff in welcher Menge zur Verfügung steht, und das möglichst früh, damit entsprechende Einladungen ergehen können. Man habe aber auch die Komplexität der Lieferketten, Zulieferungen usw. kennengelernt, die sensiblen Produktionsketten und das man das nicht von heute auf morgen beliebig hochfahren kann, auch das war mit Sicherheit ein Lernprozess. (Anmerkung: Iss klar, ist ja auch weltweit der erste Impfstoff überhaupt, der produziert wird. Wer kann da schon wissen oder auch nur erahnen, wie schwierig und kompliziert das sein kann). Es habe ihn gefreut, das sich Bayer bereiterklärt hat, mit CureVac zusammenzuarbeiten und Kapazitäten zu stellen, doch das werde Monate dauern, das ginge nicht von heute auf morgen. Man habe zum Glück noch eine entspannte Lage in den Impfzentren. (Anmerkung: Stimmt, wenn nix da ist ist der Andrang von Impfberechtigten klein). Im ersten Quartal wird der Impfstoff knapp bleiben, weil die Produktionen nicht so schnell hochgefahren werden können.

Auch Herr Söder freut sich, das ein solches Treffen stattgefunden ist. Impfen ist der Schlüssel zu allem, deshalb darf man das Thema nicht dauernd schlecht reden, aber auch nicht schön reden. Die EU habe dargestellt das bisher alles im Plan gelaufen ist, die Wahrheit sei das die Menschen viele Unterschiede beim Impfen in Europa und anderen Regionen der Welt sehen. Eine punktgenaue Planung der Verfügbarkeit von Impfstoff ist nicht möglich, sondern nur quartalsgenau. Den Rückstand zu den anderen kann man nicht aufholen, aber wir müssen besser werden. Die Pharmaunternehmen haben Zusagen für die Quartale gemacht, aber keine Garantien abgegeben. Er findet, das es gut war, das Frau Merkel in diesem Thema die Führung übernommen hat, um geistige Klarheit reinzubringen. Geistige Klarheit; jawohl, Herr Söder, die brauchen wir bei deutscher Politik öfters, suchen wir aber vergebens.

Aufgrund einer Nachfrage bringt Frau Merkel die Hausärzte ins Spiel. Gerade wenn viel Impfstoff verfügbar sein wird werden die Impfzentren überfordert sein, insbesondere wenn die Impfmittel nicht besonderes gelagert werden müssen können die Hausarztpraxen gut mithelfen. Auch Betriebe wie BASF hätten sich schon geäußert, selber die Mitarbeiter impfen zu können. Doch Herr Söder sieht die Phase der Hausarztbeteiligung noch in weiter Zukunft. Da bisher noch nicht feststeht, ob  Geimpfte den Virus weitergeben können wird es auch derzeit keine zusätzlichen Freiheiten für Geimpfte geben. Auf weitere Nachfrage, warum denn die Probleme der Verteilung vorliegen und die EU so geizig mit Geld gewesen sei und möglicherweise dadurch die Probleme der geringeren Impfstoffverfügbarkeit ausgelöst habe erklärt Frau Merkel, der Biontech Chef habe erläutert, mehr Geld hätte auch nicht mehr Impfstoff produziert. Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Was Sie vorsichtshalber verschweigt ist die Tatsache, das mehr Geld selbstverständlich den Verteilmechanismus des verfügbaren Impfstoffes weltweit verändert hätte und insofern die EU / Deutschland zu Beginn mehr bekommen hätte. Desweiteren redet Frau Merkel von komplizierten Zulassungsprozessen für jeden einzelnen Bestandteil des Impfstoffes, wird einer angepasst, muß dieser wieder neu zertifiziert werden. Uuupps, was sagt dann Frau Merkel so ganz nebenbei: Es kann sein, daß wir noch viele Jahre impfen müssen, wo man jedes Jahr die neue Mutation des Virus wieder verimpfen muß. Na dann frohes Impfen.






Corona News 01.02.2021 Gesammelte Corona Themen

Weltweit 103 Mill. Infektionen Deutschland 2.226.000 erreicht mit 46.781 Toten

Infektionszahlen (Mio): USA 26, Indien 10.7, Brasilien 9.2, Russland 3.8. EU: Frankreich 3.2, Spanien 2.7, Italien 2.6, England 3.8. 2.2 Mio. Todesfälle weltweit. Türkei Kolumbien über 2 Mio. Argentinien Mexiko Polen Iran Ukraine Südafrika Peru Indonesien über 1 Million.

Copyright Zahlenmaterial: Johns Hopkins University & Medicine Coronavirus Resource Center

Erst einmal möchte ich gerade im Bezug auf die vielen auch widersprüchlichen Informationen im Zusammenhang mit Corona auf eine sehr interessante Veranstaltung der Friedrich – Ebert – Stiftung Hannover aufmerksam machen, das Thema ist: Fake News und Falschmeldungen erkennen. Es gibt glaube ich Stand heute noch 3 Termine, an denen man an diesem Online Workshop teilnehmen kann. Die Überschrift des Workshops sagt sehr gut, um was es geht, ich dachte mir: Schau Dir das einfach mal an, eigentlich kennst Du schon die Möglichkeiten. Aber anhand vieler aktueller Beispiele, Nennung von vielen Hilfsmitteln wie Programmen und Suchmöglichkeiten, die auch praktisch ich nenne es mal unterwiesen werden, eine superinteressante Veranstaltung. Wer hat sich nicht schon einmal über diese vielen Nachrichten aufgeregt, wo man nicht weiß, stimmt das jetzt oder nicht ? Gerade in sozialen Netzwerken tummeln sich leider viele schwarze Schafe, die massenweise falsche Nachrichten, Fotos und Videos verbreiten, die bestimmte Dinge zeigen oder berichten. Ich will jetzt gar nicht seitenweise auf die Veranstaltung eingehen. Anmeldung ist möglich unter: https://www.fes.de/landesbuero-niedersachsen/veranstaltungen Leider habe ich soeben gesehen, alle Termine dieser Veranstaltung sind ausgebucht. Eventuell steigt aber der eine oder andere noch aus oder es werden noch weitere Termine angeboten. Unter dem Link finden sich auch andere Online – Veranstaltungen interessanter Art.

Wo wir doch gerade von Fake News reden. Da hätte ich mal eine, die von der Bundesregierung stammt. Nach der Verkündung der Bund – Länder Maßnahmen vom 19.01.2021 veröffentlicht die Bundesregierung eine Grafik auf der offiziellen Webseite, die in Sachen Masken folgende Aussage enthält (Zitat): In Bus und Bahn sowie in Geschäften gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen (z.B. OP- oder FFP2 -) Masken (Zitatende). Nachdem ich mit der Erkenntnis, das die in manchen Apotheken über die Gutscheine der Bundesregierung zum Bezug von 2x6 FFP2 Masken ausgegebenen Masken gar keine medizinischen Masken seien, wurde ich erst darauf verwiesen, doch das seien welche. Als ich dann aber eine Kopie der Maskenverpackung, wo klar zu lesen war: This is not a medical device an versch. Stellen gemailt hatte mit entsprechender Fragestellung, schwupps, plötzlich ist die Grafik geändert, von medizinischen Masken ist nun keine Rede mehr, vielmehr heisst es nun (Zitat): Mit diesen Masken noch sicherer in Bus, Bahnen und Geschäften FFP2 -, FFP3-Maske: Schützt vor Tröpfchen und Aerosolen. FFP2-Masken filtern mindestens 94 %, FFP3- Masken mindestens 99 % der Aerosole. OP-Maske: Schützt vor Tröpfchen weniger vor Aerosolen (Zitatende).

Hört sich plötzlich ganz anders an. Erstmals ist nun auch noch von FFP3 Masken die Rede, die für Privatpersonen gar nicht geeignet sind, und medizinische Masken ist weg; kann ja sowieso keiner prüfen, da man das den Masken gar nicht ansieht.

 

Eine eventuell gute Nachricht für all jene, die letztes Jahr und auch dieses Jahr Kurzarbeitergeld bezogen haben oder beziehen. Hier wird ja für mehrere Millionen Bürger eine Steuererklärung Pflicht, da ja das gezahlte Kurzarbeitergeld nachversteuert wird, indem es steuerpflichtigem Einkommen dazu addiert wird und dann die Steuer berechnet wird. Die Differenz zur gezahlten Steuer ist nachzuzahlen, ausser es können genug Abzüge geltend gemacht werden. Und da liegt sozusagen der Hund begraben: Zum einen soll es ein Gesetz geben, das die Frist zur Steuererklärung um 6 Monate verlängert, d.h. quasi kann die Steuererklärung dann bis Jahresende gemacht werden. Aufgrund der vielen zusätzlichen Erklärungen wird das Finanzamt sowieso total überfordert sein, alle Anträge zu bearbeiten, so das in der Praxis unter Umständen sogar mehr Zeit zur Verfügung steht, bis sich das Finanzamt bei einem meldet. Allerdings gibt es da noch ein Gesetz, das schon gültig ist: Bis 30.06.2021 gilt eine zusätzliche Steuer - Freigrenze von 1500 Euro Einkommen. Bedeutet, wenn man das nutzen möchte, muß man zwangsweise bis zu diesem Termin die Erklärung abgegeben haben. Und noch ein Wort zu allen Personen, die derzeit im Home Office stecken, und das sind ja inzwischen auch eine große Zahl von Arbeitnehmern, insbesondere ist die Zahl stark angewachsen und auch die Dauer derer, die das tun. Auch das wird sich auswirken auf die nächste Steuererklärung, allerdings negativ. Warum ? Woran viele noch nicht gedacht haben, ist man zu Hause, fällt die tägliche Fahrt zur und von der Arbeit weg, bedeutet: Die Kilometerpauschale wird bei vielen Anträgen monatelang nicht zum Tragen kommen, eben solange, die der Home Office andauert. Einbußen bei der Rückerstattung auch hier vorprogrammiert.

Natürlich muß auch wieder das Thema Impfen herhalten, es vergeht ja kein Tag mehr, an dem nicht neue Informationen präsentiert werden. Was war plötzlich letzte Woche los: Alle 2 bisherigen Impfstofflieferanten und auch der neue, der ja erst wenige Tage zugelassen ist, AstraZeneca, hatten plötzlich Lieferprobleme und Mengenkürzungen an die EU wurden bekanntgegeben. Lieferkettenprobleme, so hieß es. Die schienen aber nur innerhalb der EU zu gelten, denn in die USA und auch Großbritannien galten diese Kürzungen nicht. Und dann hatte auch noch v.d.Leyen mit Vorwürfen zu kämpfen: Der Vertrag mit AstraZeneca sei gar nicht so konkret und ausgeklügelt wie sie immer behauptet habe.

Unter Druck hatte dann die EU Kommission den Vertrag offengelegt, so schrieb man, in Wirklichkeit ein fast unbedeutendes nichtssagendes Schriftstück über 43 Seiten, denn alle relevanten Passagen waren ausgeschwärzt. Die erste Fassung, bei der nicht so versierte Mitarbeiter eine Fassung mit schwarzen Passagen, die man wieder verschwinden lassen konnte, ins Netz eingestellt hatten, verschwand dann schnell „ über Nacht „. Heute sollte ja deswegen ein Impfgipfel stattfinden mit führenden Köpfen der Pharmaunternehmen, Merkel und ihre Truppe, Spahn, Altmaier und einige Ministerpräsidenten. Wer noch so zugeschaltet wurde, keine Ahnung. Macht auch nix, denn ohne das ich ein/das Ergebnis des Gipfels kenne, wurde es gestern schon bei Anne Will angekündigt. Denn auch hier ging es um die Impfprobleme, unter anderem waren Herr Altmaier und Ministerpräsident Weil Niedersachsen zu Gast bzw. virtuell zugeschaltet. Herr Weil beklagte mit Recht die andauernde Unsicherheit, laufend werden Mengen von der Regierung und EU versprochen, diese werden dann quasi schon einmal auf Regionen vorverteilt, die bereiten sich dann darauf vor, und dann… nix. Wieder Nachrichten, es werde weniger oder gar nix geliefert usw. Ständige Unsicherheit, auch wann die zweiten Impfungen gemacht werden können usw. Aber dann meldet sich Altmaier zu Wort: Deshalb käme ja jetzt der Impfgipfel, da würden sicherlich konkretes weiteres Vorgehen und Mengenabsprachen gemacht. Ausserdem hätte er beobachtet, das ich inzwischen Pharmaunternehmen zusammenschließen um mehr produzieren zu können. Natürlich müssen man schauen, wo eventuell noch freie Kapazitäten zur Produktion seien, die genutzt werden können. Und wenn diese von den Pharmaunternehmen quasi nicht freigegeben werden, müsse man über verpflichtende Regelungen nachdenken, das diese genutzt werden müssen. Klingt für den normalen Zuschauer erst einmal plausibel. Bis Frau Will nachhakt: Ob er denn wisse, wo noch freie Kapazitäten ungenutzt seien ? Uupps, was für eine doofe Frage für Herrn Altmaier. Weiß er nämlich gar nicht, was er kleinlaut zugeben muß. Das müßten dann Experten prüfen, oder Herr Spahn wisse näheres. Tolle Idee von ihm, die gar nicht umsetzbar ist. Aber dafür nimmt er noch die Pharmaunternehmen in Schutz, da scheint er sich besser auszukennen. Warum Lieferengpässe, warum nicht die volle Menge ? Nach seiner Ansicht quasi klar. Er erklärt: Man müsse sich einmal vorstellen, das bei der Herstellung einer Flasche Impfstoff vielleicht 120 Mitwirkende daran beteiligt sind, und wenn dann einer ausfällt, gibt´s Probleme. Na bitte, so einfach ist das.

Andere Ideen zielen in die Richtung, den Pharmaunternehmen höhere Gelder für mehr Produktionen zu zahlen, das würde sozusagen die Unternehmen zu Höchstleistungen anspornen. Kann ich leider nicht nachvollziehen. Klar, wenn ich für meine Arbeit ab morgen 100 % mehr bekomme, mache ich die eine oder andere Überstunde gratis, aber es kann doch nicht sein, das man erst eine Verantwortung der maximal möglichen Produktionsmenge bei Pharmaunternehmen dadurch hervorholt, indem man diese überbezahlt ? Oder will jemand behaupten, das die angeblichen 20 Dollar, die Biontech derzeit bekommt und damit klar die Spitze der Preislatte für Impfstoffe anführt, sie am Hungertuch leiden läßt ?

Die verdienen sich damit sicherlich schon jetzt eine goldene Nase, da braucht man nur die Aktienkurse zu verfolgen. Was ist denn das für ein Geschäftsgebaren, nur Leistung zu erbringen, wenn man überbezahlt wird ? Der nächste produziert nur Wintermäntel, wenn er vom Staat 50 % Steuer erlassen bekommt oder was ? So geht es nicht. Aber ich befürchte, GENAU so wird es auf dem Gipfel zugehen: Da werden die dicken Schecks ausgepackt um sich weitere Impfdosen zu kaufen. Und siehe da: Plötzlich hat ja schon vor dem Gipfel AstraZeneca angekündigt, doch mehr zu liefern, wenn auch nicht die volle Menge. Und wo wir gerade bei AstraZeneca sind: Wir erinnern uns, letzte Woche hatte die Bildzeitung und das Handelsblatt geschrieben, bei über 65 jährigen wirke der Impfstoff nur sehr begrenzt, von 20 % war die Rede. Großes Aufbrausen bei AstraZeneca und der Bundesregierung, falsche Meldung, vertauschte Zahlen, das waren die Reaktionen. Obwohl das Gesundheitsministerium den Impfstoff noch gar nicht kennen konnte. Jetzt ist ja die Zulassung erfolgt, die EU hat den Impfstoff für alle zugelassen, in Deutschland wird er nur für 18 – 64 jährige zugelassen. Warum nur, wenn das Ganze Geschriebene in Bild und Handelsblatt nicht stimmt ? Wer sagt wohl jetzt die Unwahrheit ? Warum diese Altersbeschränkung ?

Und auch in Sachen Todesfällen mit möglichem Zusammenhang von Impfstoffen gibt es immer wieder neue Nachrichten. Ich will jetzt gar nicht darauf eingehen, das Thema hatte ich ja schon ausführlich behandelt. Ich will nur eines sagen: Alle Institute, so auch das Paul-Ehrlich-Institut, bestreiten ja derzeit irgendeinen Zusammenhang mit den Impfstoffen, auch andere Länder haben ja dahingehend offensichtliche Probleme, aber man untersuche noch. Interessant finde ich es aber schon, wenn denn an diesen ganzen Vorwürfen nichts dran ist, warum werden denn dann überhaupt die kranken Personen mit Impfstoff in Verbindung gebracht ? Wo wird denn bekannt, wer nach der Impfung plötzlich krank wurde ? Wer verbreitet diese Nachrichten denn ? Denn eines ist doch klar: Es gibt keinen Streit über die gemachten Zahlen der Erkrankten, in diesem letzten Fall 69 Personen, wohl aber über den möglichen Zusammenhang mit dem Impfstoff.

Und da ja schon das Thema Impfen im Zentrum der Coronadebatten steht, noch weitere Nachrichten dazu. Wie hieß es doch immer: Keine Alleingänge, wir (Spahn und Co.)sind froh das die EU die Impfstoffverteilung ausgehandelt hat und eine gerechte Verteilung stattfindet (wenn denn was zu verteilen ist). Das scheint aber nicht für alle EU Länder zu gelten, und ich persönlich finde das auch gut, das ein Land sich nicht auf die EU verlässt, denn wer sich auf die EU verlässt, der ist verlassen. So Ungarn. Die haben eben mal den chinesischen Impfstoff, über den hier in Deutschland gar keine Infos berichtet werden, zugelassen und gleich mal 5 Millionen Dosen bestellt. Da kann die EU nur dumm zugucken. Warum wurde hier eigentlich die EU nicht tätig, muß man sich fragen ? Und eine frohe Botschaft aus Niedersachen: Am heutigen Tag hat das erste Impfzentrum in Hannover Messegelände geöffnet, der Wahnsinn schlechthin, wenn man bedenkt, am 27. Dezember wurde eine große Medienwelle wegen den Impfstarts losgetreten, obwohl gar keine Welle kam. WOW, Niedersachsen ist dabei. Fragt sich nur, wie lange. Leider hat sich bis jetzt die Landesregierung nicht zu meinen Anfragen hierzu geäußert. Und was kann man über Moderna sagen: Nicht viel, kaum neue Nachrichten. Ausser eine aus den USA: In Kalifornien wurden 330.000 Impfdosen von Moderna aus dem Verkehr gezogen, angeblich wegen aufgetretener Nebenwirkungen, die mit dem Impfstoff im Zusammenhang stehen sollen. Alle Personen, die Nebenwirkungen ausgebildet hatten, waren zuvor in San Diego in einem Impfzentrum gewesen. Das gibt zu Denken.

Da der Bericht schon wieder so lang ist, ich könnte noch seitenweise schreiben, nur noch eine Nachricht zum Schluß für heute: Wir erinnern uns, Tschechien hatte sich nach der Bekanntmachung von Deutschland, das Pendler von und nach Deutschland nunmehr Tests und Einreisemodalitäten über sich ergehen lassen müßten wegen der hohen Infektionszahlen und den Mutationen, aufgeregt und das für unverhältnismäßig gehalten. Tschechien steht derzeit bei rund 7000 – 9000 Infektionen / Tag was bei einer Bevölkerung von rund 11 Millionen extrem hoch ist. Trotzdem wurden am Samstag landesweit diverse Gaststätten und Restaurants geöffnet. Und es war gut zu tun in den Betrieben. Und in 4 – 5 Tagen rennen dann die ersten in Notaufnahmen wegen Coronabeschwerden. Typisch.







Corona News 26.01.2021

Weltweit 99.6 Mill. Infektionen Deutschland 2.150.000 erreicht mit 52.626 Toten

Infektionsraten: USA 25.2 Mio, Indien 10.7 Mio, Brasilien 8.8 Mio, Russland 3.7 Mio. EU: Frankreich 3.1 Mio, Spanien 2.6 Mio, Italien 2.5 Mio. England 3.7 Mio. 2.1 Mio. Todesfälle weltweit. Türkei Kolumbien über 2 Mio. Argentinien Mexiko Polen Iran Ukraine Südafrika Peru über 1 Million.

Copyright Zahlenmaterial: Johns Hopkins University & Medicine Coronavirus Resource Center

Heute wird es nur einen kurzen Coronabericht geben, aber dafür hoffe ich einen Interessanten. Denn bei Phoenix persönlich, einem Sendungsformat von Phoenix TV, war vor einigen Tagen Prof. Streeck, der seit März 2020 im Bezug auf die Heinsberg Studie bekannt wurde, der erste Corona Hotspot in Deutschland. Er ist seit Oktober 2019, also wenige Monate vor dem Corona Ausbruch in Deutschland Professor für Virologie und Direktor des Institutes für Virologie und HIV-Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn. Wie gesagt, er war in der Sendung für ein Interview präsent. Einige der Kernaussagen habe ich mal zusammengefasst.

Der Impfstoff sei ein wichtiger Baustein aus der Pandemie aber man dürfe sich nicht allein auf dem Impfstoff verlassen denn man wisse ja noch gar nicht, ob der Impfstoff vor einer Infektion schützt oder nur vor einer schweren Erkrankung. Er habe schon zu Beginn der Pandemie darauf hingewiesen, man müssen anfangen, mit dem Virus zu leben. In dieses Horn stößt im übrigen auch Michael Hüther,

Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, der bei Anne Will am 24.01.2021 davon redet, das wohl keiner daran glaubt, die Ansteckungszahlen pro Tag / Inzidenzzahl jemals auf Null drücken zu können. Ähnlich sieht das in diesem Fall auch Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler, allerdings sieht er die maximal zulässige Grenze nicht bei 50 Neuinfizierungen / Tag, sondern eher bei 10 / Tag, um die Pandemie im Griff zu haben und dauerhaft sehr gut beherrschbar zu machen.

 

Das als Exkurs. Bleiben wir aber bei Herrn Dr. Streeck. Er führt weiter aus, das dieses Virus wahrscheinlich heimisch wird. Wir werden es womöglich nicht eradizieren können, es wird uns ein Leben lang begleiten, und diese Tatsache wird einen ganz anderen Umgang mit dem Virus bewirken. (Eradizierung = Vollständige Eliminierung eines Krankheitserregers aus einer Bevölkerung) dann werden die Infektionszahlen nicht mehr im zentralen Mittelpunkt stehen, sondern die Frage, ob die Menschen krank werden. Eine wirkliche Eradizierung sei erst einmal gelungen in der Geschichte bei den Pocken. Es wird immer wieder zu Wellenbewegungen bei den Ansteckungen kommen, eine Dauerwelle, auf und ab.

 

Er sieht in Sachen Impfskepsis die großen Bedenken gegen das Unbekannte. Der Impfstoff führe aber im Prinzip das in den Körper ein in kleinem Teil, was der Virus in großem Teil einführt. Er glaubt, wenn erst einmal eine gewisse Anzahl an Impfungen ohne Probleme und sichtbaren Nebenwirkungen abgelaufen sind, weitere Skeptiker insbesondere aus dem medizinischen Bereich sich doch impfen lassen. Er findet die Fragestellungen um die Themen Impfpflicht, Privilegien oder Grundrechte zurückerlangen falsch, da man bisher eben gar nicht weiß, ob der Impfstoff schützt vor der Infektion oder nur vor einem schweren Verlauf. Deshalb sei auch die Diskussion darum, ob sich Pfleger impfen lassen sollten, damit diese den Virus nicht weiter tragen, nicht zielführend.

 

Zum Thema Mutationen führt Herr Prof. Streeck aus, das es erst einmal ganz normal sei, das Viren mutieren, sich verändern, sich anpassen. Bei Corona gibt es über 4000 Mutationen, das man schon sagen kann, es gibt andere Varianten des Virus. Meistens ist es so, das die neuen Viren sich einfacher übertragen, länger im Körper bleiben aber weniger tödlich sind. Diese Erkenntnisse liegen aber beim Coronavirus noch nicht vor. Es kann aber Mutationen geben, wo der Impfstoff nicht wirkt. Man muß sich das so vorstellen, erklärt Prof. Streeck, das jeder Körper für sich gegen alle Viren ankämpft im Körper und die Viren versuchen, so gut es geht, zu überleben. Deshalb passen Sie sich an und verändern sich, und dann kann es sein, das so eine Mutation auf den nächsten überspringt. Das Gute bei einem Impfstoff sei, man beginnt dann nicht wieder von vorne, sondern man kann diese Veränderungen einbauen. Man kann auch Impfstoffe entwickeln, die gleich gegen eine Anzahl von Mutationen und Varianten wirken, aber man muß sich darauf einstellen, das irgendwo in der Welt eine Mutation entsteht, bei dem der Impfstoff schlecht oder gar nicht mehr wirkt. Es ist quasi nicht möglich, dauerhaft entstehende Varianten, die z. B. in Brasilien, Indien oder den USA entstehen, aus Deutschland rauszuhalten.

 

Zum Thema Pandemie und deren Bekämpfung macht er eine superinteressante Aussage. Pandemien passieren plötzlich und immer dann wenn man nicht damit rechnet. Epidermologen und Virologen haben gesagt, wir müssen uns besser darauf vorbereiten. Das haben wir natürlich nicht gemacht. Was viele nicht wissen: Die WHO hat ein sehr kleines Budget, etwa so groß wie das der Charite in Berlin. (Wie bitte ? Als weltweite Gesundheitsorganisation). Aber weiter: Sie kann gar nicht so gut vorbereitet sein und für alle Länder da sein um so einer Pandemie Herr zu werden.

 

Er bemängelt in dieser ganzen Pandemiezeit, das von Virologen und Experten immer eine absolute Antwort verlangt werde, das es so oder so sei, oder man kann sich so nicht anstecken. Das könne man aber als Person gar nicht leisten, diese Antworten könne man nicht geben. Er sieht es als besser an, wenn die Politik einen breiten Expertenrat aufstellen würde, viel mehr verschiedene Expertisen, viel mehr verschiedene Stimmen. Er sieht auch Psychologen, Soziologen, vielleicht auch Verfassungsrechtler und Wirtschaftsexperten in diesem Gremium.

 

Auf die Schlußfrage des Moderators, ob die Pandemie ein Marathonlauf sei, antwortet Prof. Streeck: Eine Pandemie ist immer ein Marathonlauf. Bei HIV haben wir 1981 die ersten Fälle in den USA beschrieben, wir laufen diesen Marathon immer noch. Aber mit Medikamenten können die Patienten gut und normal leben und stecken keinen anderen an. Genauso müssen wir diese Pandemie begreifen. (Anmerkung: Hier wurde selbstverständlich nicht das komplette 30 minütige Gespräch im Wortlaut wiedergegeben, sondern unverfälschte Auszüge).

 

Jetzt noch zu einem anderen Thema. Ich hatte ja gestern einen ausführlichen Bericht über die Masken, insbesondere medizinische Masken gegeben, und ein kleiner Wirbel wurde dadurch erzeugt, insbesondere weil ich inzwischen große Verbände auf den Umstand hingewiesen habe, das in Apotheken zumindest teilweise Masken ausgegeben worden sind, die nicht der Regelung des Bund Länder Beschlusses vom letzten Dienstag entsprechen. Heute habe ich wieder eine Einlösung eines Gutscheines vorgenommen, und schau her, es hat sich etwas verändert. Trotzdem muß ich auch dazu etwas sagen. Es handelt sich hier um eine „ internationale Maske „, so will ich sie mal nennen. Warum, lesen sie unter dem Foto.



Diese Maske wurde heute von einer Apotheke über den Gutschein der Bundesregierung ausgegeben

 

Warum ist diese Maske meiner Ansicht nach international ? Nun, nach den Angaben auf der Rückseite der Maskenverpackung wird sie in China, Siyang, hergestellt. Die Verteilung / Vertrieb erfolgt über eine Firma in der Schweiz, aus Wollerau. Zertifiziert wird sie aber in der Türkei von einem Institut aus Istanbul. Bevöllmächtigter (EU-REP) ist wiederum eine Firma in Malaga, Spanien. Und in Deutschland bekomme ich diese in der Apotheke; eine wahre 5 Staaten – Maske. Jetzt verstehe ich auch den Hinweis, dieses Produkt sei nicht steril.

 

Eben erreichen mich noch zwei Nachrichten, die eine wieder aus Niedersachsen. Eine Person soll sich innerhalb von 2 Monaten jetzt zum 2. Mal mit dem Coronavirus infiziert haben, diesmal mit der Mutationsvariante aus Großbritannien. Dumm dabei, das die Frau zu mehreren Schulen in Hannover engen Kontakt hatte. Über 100 Personen mußten in Quarantäne. Trotzdem redet das Gesundheitsamt davon, man habe alles unter Kontrolle, die Infektionsketten seien so gut wie gestoppt. Ah ja.

 

Und was noch vor einer guten Woche bei Spahn sich so anhörte, als ob Deutschland wieder die unsichtbare Mauer um sich herum habe, weil ja noch keine nachgewiesene Mutation des Corona Virus in Deutschland sei, kommt mal wieder einem Flop gleich. Wie immer. Natürlich sind inzwischen diverse Mutationen in Deutschland nachgewiesen, natürlich wird die Mutation, genau gesagt die Mutationen noch das größte Problem in Zeiten von Corona werden, es beginnt wieder wie im Februar 2020 in Deutschland: Erst mal beschönigen, drumherum reden, beschwichtigen, keine Ahnung zeigen. Und wenn´s dann ein großes Problem wird: Wir haben alles getan, vor allen Dingen schnell gehandelt. Wie bei den Bestellungen des Impfstoffs, Herr Spahn.






Neue Maskenpflicht gegen Corona ab heute 25.01.2021

Viele können es nicht mehr hören: An immer mehr öffentlichen Plätzen, in öffentlichen Gebäuden, Geschäften, Bussen und Bahnen, allem ÖPNV, inzwischen sogar Innerstädten, wo sich angeblich viele Menschen tummeln, gilt inzwischen die sogenannte Maskenpflicht.

Doch immer mehr Bürger haben einfach keinen Bock mehr darauf. Weil denen ihre eigene Gesundheit und die der anderen egal ist ? Auch diese Klientel gibt es, aber immer mehr der Maßnahmen lassen sich mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehen oder begründen, und weil dies so ist, werden schnell drastische Bußgelder eingeführt, um diese mit Nachdruck durchzusetzen. Da fragt sich der Bürger, warum soll ich auf öffentlichen Strassen, wo genügend Abstand herrscht oder ich alleine unterwegs bin und der nächste Passant in 20m Abstand läuft, eine Maske tragen ? Monatelang war das Credo, Masken im öffentlichen Raum zu tragen, als Unsinn zu bezeichnen, weil ja „ ausreichende Belüftung „ vorhanden war. Abgesehen mußten ja am Arbeitsplatz in Großraumbüros keine Masken getragen werden. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an ein Erlebnis bei einer damals noch zulässigen Veranstaltung an der frischen Luft, wo die Zuschauer bei einer Stuntshow beim Gehen und Stehen eine Maske tragen mußten, sobald sie sich aber hingesetzt hatten, auch dicht an dicht, die Maske abnehmen durften. Schon an diesem grotesken Beispiel, und davon gibt es viele, zeigt sich, wie unsinnig manche Maskenregeln ausgelegt waren und es heute noch sind. Hier kann auch kein Lieblingsargument des Herrn Spahn gelten, der gerne vom „ ständigen „ Dazulernen redet, ohne wirklich dazuzulernen. Denn gerade in Sachen Virenverbreitung muß gar keiner dazulernen, das Verbreitungsverhalten von Viren ist jahrzehntelang bekannt und ähnlich bis gleich, wenn man z. B. die Grippeviren vergleicht.

Also irgendwann ist plötzlich ein Gremium auf den Trichter gekommen, wie wichtig es ist, Masken zu tragen. Masken, das bedeutete, irgendetwas zu tragen, was den Mund und die Nase abdeckte. Ob nun ein hochgezogenes T-Shirt, ein Schal, Stofflappen, was immer sich optisch eignete, wurde benutzt und auch in der Öffentlichkeit anerkannt. Aber jetzt wurde das wieder gekippt. Zu Recht, wie ich finde, aber ich frage mich, warum erst immer Monate vergehen müssen, bis irgendwo jemand sagt, das das bisherige falsch sei und geändert werden müssen. Warum hat man nicht schon damals gleich im April gesagt, welche Art von Masken überhaupt nur sinnvoll sind ? Fragen über Fragen, zu denen heute keiner mehr so gerne Stellung nehmen will oder sich mit der Ausrede: Damals waren die halt nicht verfügbar – rausredet. Dazu später mehr. Okay, heute nun wird das Tragen einer sogenannten medizinischen Maske Pflicht. Damit ich auch nicht falsch berichte, hier der genaue Wortlaut des Beschlusses vom Dienstag: Auf Seite 3 Punkt 3 der Beschlußfassung im Wortlaut der Bundesregierung steht folgender Satz (Zitat): Gerade vor dem Hintergrund möglicher besonders ansteckender Mutationen weisen Bund und Länder darauf hin, dass medizinische Masken (also sogenannte OP-Masken oder auch Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2) eine höhere Schutzwirkung haben als Alltagsmasken, die keiner Normierung in Hinblick auf ihre Wirkung unterliegen. Deshalb wird die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften verbindlich auf eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken konkretisiert. (Zitatende)

Bevor ich in das Thema komplett einsteige, hier eine Einschätzung des zuständigen Bundesamtes in Sachen Maskenqualität/Wirkung:

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte kommt zu folgender Einschätzung: Alltagsmasken bzw. Mund-Nasen-Bedeckungen werden meist aus handelsüblichen Stoffen genäht, ohne Anforderungen zur Filterleistung, die sie erfüllen müssen. Alltagsmasken erbringen keine Leistungsnachweise, sie bieten also in der Regel weniger Schutz als diese regulierten und geprüften Maskentypen. Anmerkung: Warum werden die bis jetzt akzeptiert, wenn diese fast nutzlos waren ?

Die 2. Kategorie umfasst die sogenannten OP – Masken. Hierzu stellt das Institut fest: Medizinische Gesichtsmasken sind Medizinprodukte für den Fremdschutz, vor allem vor abgegebenen infektiösen Tröpfchen des Mundschutzträgers. Durch Form und Sitz der meisten medizinischen Gesichtsmasken kann ein Teil der Atemluft an den Rändern vorbei strömen. Daher bieten medizinische Gesichtsmasken dem Träger in der Regel weniger Schutz gegenüber erregerhaltigen Aerosolen. Anmerkung: Klingt für mich auch nicht besonders sicher, ist aber bis heute die am meisten verbreitete Maske im Privatbereich.

Die 3. Kategorie, die besonders berechtigte Personen seit Jahresende in Apotheken bekommen haben und noch bekommen werden, ist die FFP 2 Maske. Diese schützen den Träger vor Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen. Korrekt sitzende FFP-Masken ohne Ventil bieten Fremd- und Eigenschutz, FFP Masken mit Ventil hauptsächlich Eigenschutz.

Und jetzt der absolute Hammer, wie ich finde. Wir erinnern uns, der Beschluss redet von der Pflicht des Tragens von medizinischen Masken, also sogenannte OP-Masken oder auch Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2. Ich bin unter anderem Betreuer einer im Pflegeheim mit Pflegegrad 4 untergebrachten Person und habe mit dem FFP2 Berechtigungsschein der Bundesregierung die ersten 6 Masken mit 2 Euro Zuzahlung abgeholt. Und was sehe ich, bevor ich diese im Pflegeheim abgegeben habe ? Auf der Maskeneinzelverpackung steht ganz klar zu lesen: CE 2163. FFP2 Maske. This is a NON-MEDICAL DEVICE. Wie jetzt, die Maske ist gar kein medizinisches Produkt ? Also doch streng genommen gar nicht das, was lt. Beschluss zu tragen ist. Warum werden die dann sozusagen kostenlos verteilt ? Auf Nachfrage bei einem bekannten Zertifizierungsunternehmen teilt der Pressesprecher zwar, wenn man es ganz genau nimmt,  meine Einschätzung, sieht aber aufgrund der CE Zertifizierung eine ausreichend belegte Schutzfunktion, die den Anforderungen genügt. Seine Worte waren etwa so: Da Sie ja keine Operation in einem OP – Saal vornehmen wollen. Nein, wollen wir alle nicht.


Diese Maske ist lt. Aufschrift KEIN Medizinprodukt, wird aber in Apotheken aufgrund des Gutscheines der Bundesregierung ausgegeben

Und jetzt steigen wir direkt in die Dramatik ein: Viele Bürger, und zufällig auch ich, haben sich damals, das heisst zu Beginn der Pandemie in Deutschland, bei Online – Anbietern Masken bestellt, da diese zu Beginn in Deutschland nicht verfügbar waren. Und nicht nur das, wir erinnern uns, wie Herr Spahn ausdrücklich darauf hingewiesen hat, doch dem medizinischen Personal wegen der Knappheit nicht die FFP2 Masken wegzukaufen. Wir erinnern uns weiter, das manches Personal gebrauchte Masken öfters als erlaubt wiederverwenden mußte oder sich mit selbstgebastelten Masken beholfen hat. Und genau diese Masken, die dann teilweise erst zu Beginn Mai/Juni 2020 meist aus China geliefert worden sind, weisen teilweise gar nicht die Zertifizierungszeichen auf, die erforderlich sind, um auch als Laie erkennen zu können, diese Maske bietet den erforderlichen Schutz. Grundsätzlich kann das erst einmal durch ein aufgedrucktes CE Zeichen, gefolgt von einer 4-stelligen Nummer, erkannt werden. Doch was sagt die Nummer aus, warum gibt es FFP2 Masken, die verschiedene Nummern nach dem CE Zeichen aufgedruckt haben ? Das CE Zeichen stellt eine Zertifizierung der Masken in Europa sicher, Achtung, nicht die EU, denn die Türkei gehört ja nicht zur EU, zertifiziert aber auch. Die 4-stellige Nummer zeigt das Land, genau gesagt in einem Land die Institution an, die die Maske geprüft hat. Dabei sind die Normungen innerhalb Europas in jedem Land gleich. CE 0158 zeigt z.B. in Deutschland die DEKRA, genau gesagt die DEKRA Testing and Certification GmbH als Zertifizierungsbetrieb an, die CE 2163, weit verbreitet, zeigt die Universal Certification and Surveillance Service Trade Ltd. Co. in der Türkei an. Soweit erstmal so gut.


CE zertifiziert in der Türkei nach EU Norm

Andere Masken haben als Aufdruck die Kennung KN95 oder auch GB2626. Kurz gesagt handelt es sich um Normen anderer Länder. Die Verwirrung ist groß, denn nicht jede als FFP2 Maske verkaufte Maske ist auch eine FFP2 Maske, denn sie besitzen nicht immer die erforderlichen Zertifikate und Qualitätsanforderungen. Das kann ein Laie aber kaum erkennen, denn manchmal ist der Aufdruck FFP2 auf der Verpackung und der Maske vorhanden. Die Verwirrung wird noch größer, wenn man bedenkt, das die Bundesregierung selbst den Vertrieb und die Einfuhr von Masken ohne CE Zeichen bis Anfang Oktober 2020 erlaubt hatte, weil zu wenig Masken verfügbar waren. Händler konnten ihre Masken quasi einem Schnelltest bei einem Prüfinstitut unterziehen. Nach bestandenem Test konnte eine Sonderzulassung bei Behörden beantragt werden, die in der Regel bei erfolgreichem Test auch erteilt wurde. So konnten die Masken als Corona Pandemie Atemschutz (CPA) auf den Markt gebracht werden, nicht aber als FFP2 Masken, die eigentlich als medizinische Masken zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA) vom medizinischen Personal erforderlich war. Doch aus Kosten- und sonstigen Gründen haben manche Händler ihre Masken einfach so auf den Markt gebracht. Deshalb kann man ohne Prüfung heute nicht sagen, ob die eine oder andere Maske ohne CE Zeichen den Anforderungen entspricht oder nicht. Das Highlight in dieser undurchsichtigen Lage sind aber die Masken, davon scheint es aber nur wenige zu geben, die weder auf der Einzelverpackung noch auf der Maske irgendeinen Aufdruck haben. Ich habe eine Vielzahl an versch. Masken im Internet bzw. vor Ort besorgt und dabei genau so eine Maske erwischt, die keinerlei Kennzeichnungen hat. Das Bundesgesundheitsministerium darauf angesprochen, ging das Gespräch so weit, das die Behörden gerne wissen wollten, woher diese Maske bezogen worden ist, weil hier offensichtlich mehrere Verstösse vorliegen. Ich habe dahingehend Infos rausgegeben, als Geschäftsadresse war angegeben (kein Scherz): guangzhoulingnandianshangyuanshichang5jie3lou321A. Alles klar ?

Dankenswerter Weise möchte ich hier erwähnen, das ich sowohl beim Bundesministerium für Gesundheit, bei der DEKRA Stuttgart, der Unabhängigen Patientenberatung Deutschlands und der DUGV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) hilfreiche Unterstützung zu diesem Bericht und ergänzendes Material erhalten habe.

Ich möchte jetzt noch, weil es zu dem allgemeinen Maskenthema passt, auch auf ein paar weitere Informationen eingehen. Insbesondere bei der Bundespressekonferenz ein wichtiges Thema. Dor war die Rede davon, das Herr Heil, Bundesminister Ministerium Arbeit und Soziales, andenkt, z. b. Hartz IV Empfänger einen Zuschuss in welcher Art auch immer in Sachen Maskenbeschaffung zu geben. Herr Jung von Jung & Naiv spricht spricht Herrn Seibert darauf an, warum diese Regelung keine Anwendung bei Studenten, Minijobbern und Soloselbstständigen finden soll. Herr Seibert verweist darauf, das Masken bei entsprechender Behandlung mehrfach verwendbar seien. Daraufhin wird er von einem anderen Journalisten darauf hingewiesen, das gerade das RKI auf ihrer Webseite darauf hinweist, FFP 2 Masken nicht mehrfach zu verwenden.  Herr Seibert erklärt daraufhin die sicherlich richtigen Hinweise des RKI, verweist aber auf angebliche Expertenhinweise im Internet auf zulässige Mehrfachnutzung, gerade in Hinblick darauf, das die Masken ja manchmal nur kurze Zeit, 10 Minuten oder so, getragen werden. Ausserdem könne man die Masken entsprechend „ behandeln „ um diese nochmals nutzen zu können. Was Herr Seibert alles weiß.

Und wie immer zum Schluß noch ein Witz, den die Landesregierung Niedersachsen gar nicht als solchen sieht. Die Frage ist ja, wer bekommt denn von der Bundesregierung einen Brief, das er sich in der Apotheke kostenlose FFP2 Masken abholen kann. Und da hat die Landesregierung Niedersachsen eine ganz tolle Idee gehabt: Für 28.000 Euro die Postdaten nutzen, um so die berechtigten Personen rauszufinden. Aber jetzt das: Keiner konnte wissen, das ja bei den Postdaten nicht immer das Geburtsdatum dabeisteht, also nützt das ja nix. Die Kommunen werden eingespannt, die sollen zusätzlich in die Register schauen. Und man hat eine noch sichere Idee, wie man an die Personen kommt: Die Altersschätzung aufgrund des Vornamens. Arbeiten wie im 22. Jahrhundert oder wie im Mittelalter, suchen Sie es sich aus: Allen Ernstens wird anhand des Vornamens das Alter der Person geschätzt. Während also die Annemarie  oder Karl Ludwig zumindest in die engere Auswahl der Berechtigten kommt, hat die 80 jährige Chantal schlechte Karten. Dumm gelaufen.

Wer jetzt im möglichen Richtigemasketrageerlaubniswirrwarr endgültig den Überblick verloren hat, dem kann geholfen werden. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat nämlich ein übersichtliches und für jeden einfach verständliches Plakat entworfen, anhand jeder schnell prüfen kann, ob es sich um eine echte zertifizierte wirkungsvolle Maske handelt. Das Plakat heisst: „ Check x 5 - Maske ohne Makel? „ und ist unter folgendem Link zu erreichen: https://publikationen.dguv.de/forschung/ifa/allgemeine-informationen/4000/check-x-5-maske-ohne-makel-plakat-din-a3






Corona Neuigkeiten Stand 24.01.2021

Weltweit 98.8 Mill. Infektionen Deutschland 2.145.618 erreicht mit 52.130 Toten

Infektionsraten: USA 25 Mio, Indien 10.6 Mio, Brasilien 8.8 Mio, Russland 3.7 Mio. EU: Frankreich 3  Mio, Spanien 2.5 Mio, Italien 2.4 Mio. England 3.6 Mio. 2.1 Mio. Todesfälle weltweit. Türkei Kolumbien über 2 Mio. Argentinien Mexiko Polen Iran Ukraine Südafrika Peru über 1 Million.

Copyright Zahlenmaterial: Joh